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Flughafen Twente: „Lassen Sie uns gemeinsame Lösungen finden“

Landrat Thomas Kubendorff und die Strukturkonferenz Osnabrück apellieren an Flughafen-Befürworter

Kreis Steinfurt/Zwolle - Freundlich und verbindlich, in der Sache jedoch klar und unmissverständlich nahm der Steinfurter Landrat Thomas Kubendorff jetzt vor dem Anhörungsausschuss des Provinzparlaments Overijssel Stellung zum geplanten Flughafen Twente. Die niederländische Seite hatte gebeten, die vielen eingegangenen Stellungnahmen auf deutscher Seite zu bündeln – Thomas Kubendorff sprach deshalb in Zwolle als Landrat und als Vorsitzender des Aufsichtsrates des Flughafens Münster-Osnabrück (FMO) und vertrat so die Interessen des Kreises Steinfurt sowie die Belange der Stadt Münster.

Landrat Thomas Kubendorff (rechts) nahm vor dem Anhörungsausschuss des Provinzparlaments Overijssel deutlich Stellung zu den Flughafen-Plänen in Twente.
Foto: Kreis Steinfurt

„Das geplante Projekt der Gebietsentwicklungsgesellschaft ,Vliegwiel Twente Maatschappij’ hat im gesamten Münsterland für Aufsehen gesorgt und bereitet uns große Sorgen“, erklärte Kubendorff und verwies auf die am vergangenen Freitag verabschiedete Resolution des Euregio-Rates.

Kubendorff zeigte großes Verständnis dafür, dass sich die Twenteregion neue Entwicklungsimpulse geben möchte, ließ aber keinen Zweifel daran, dass er Konkurrenzen unter Partnern für wenig förderlich hält, wenn es um die Stärkung der Wettbewerbsposition geht.

Aus deutscher Experten-Sicht habe der Euregio-Raum lediglich Einzugspotenzial für einen Regionalflughafen. Der Steinfurter Landrat machte deutlich: Regionen, die heute wirtschaftlich wachsen möchten, benötigen einen prosperierenden Flughafen – „Die Twente-Region besitzt diesen Flughafen mit dem FMO aber bereits heute“, machte er klar. Der FMO sei mit wöchentlich rund 350 Verbindungen zu fast 60 Zielen in ganz Europa bereits seit vielen Jahren bestens positioniert. Der Anteil niederländischer Fluggäste beträgt am FMO über zehn Prozent – mit steigender Tendenz.

Kubendorff beleuchtete in diesem Zusammenhang die gute Verkehrsanbindung des FMO in die Niederlande und skizzierte noch einmal die Pläne einer Schienenanbindung des FMO, die eine Fahrzeit beispielsweise von Hengelo zum FMO von 45 Minuten möglich machen würde.

Nachdrücklich warb der Landrat für eine Zusammenarbeit: „Gemeinsam mit Ihnen, unseren niederländischen Partnern in der Euregio, wollen wir das Euregio-Projekt FMO weiter voranbringen“, sagte er in Richtung des Ausschussvorsitzenden Jan Kolkman. Die heutigen Eigentümer des FMO seien weiterhin bereit, Anteile an der Flughafengesellschaft an die niederländische Seite abzutreten und somit den niederländischen Institutionen ein deutliches Mitspracherecht am FMO einzuräumen.

Kubendorff bat nachdrücklich darum, der weiteren Planung Zeit einzuräumen, die Sorgen des Münsterlandes und des Euregio-Rates ernst zu nehmen und die vielen noch offenen Fragen sorgfältig zu prüfen: „Lassen Sie uns für das Ziel einer raumverträglichen Nachnutzung des Militärflughafens in der Twente-Region – ohne nachteilige Entwicklung für den FMO - gemeinsam Lösungen finden.“ Kubendorff ermunterte alle Beteiligten: „Lassen Sie uns im Gespräch bleiben!“

Auch die die Strukturkonferenz Osnabrück hat noch einmal zu dem Thema geäußert. In einem Schreiben an den Bürgermeister und die Ratsmitglieder von Enschede sowie die Gedeputierten der Provinz Overijssel und der Regio Twente appelliert die Strukturkonferenz an die Verantwortlichen, den Ausbau des Flughafens in Twente noch einmal zu überdenken. Die Strukturkonferenz ist eine regionale Kooperation der Landkreise Emsland, Grafschaft Bentheim, Osnabrück, Vechte und der Stadt Osnabrück. „Dieses Schreiben ist als nachbarschaftlicher Appell zu verstehen“, so Landrat Friedrich Kethorn als Vertreter des geschäftsführenden Landkreises Grafschaft Bentheim. Die Stellungnahme wurde in der jüngsten Sitzung der Strukturkonferenz Osnabrück im Bentheimer Kurhaus verabschiedet. Darin machen die Vertreter der Landkreise und der Stadt Osnabrück in drei Punkten noch einmal deutlich, welche Auswirkungen ein Ausbau des Flughafens in Twente auf die Region besäße. Angeführt werden die bereits starke Lärmbelastung durch den Betrieb der Nordhorn-Range, die Unverträglichkeit in bezug auf den bestehenden Flughafen Münster/Osnabrück sowie touristische Aspekte.

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Donnerstag, 19. November 2009
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