August 18, 2019

Merkliste

Lesenswert
Genehmigungsverfahren: zu kompliziert und langwierig?

Wer schon einmal einen Genehmigungs- oder Änderungsantrag für eine Anlage gestellt hat, die unter das Bundesimmissionsschutzgesetz ...  

Schutz vor SPAM: Das ist wichtig

SPAM - sie sind nervig und zumeist unerwünscht, sie behindern die Alltagsarbeit in den Unternehmen. Im Jahr können die Spammer damit ...  

Verjährungsfalle Gewährleistungsbürgschaft

Eigentlich sollte die Gewährleistungsbürgschaft eine sichere Angelegenheit sein. Nach Ansicht von Rechtsanwalt Otto Lieber von der ...  

Zeigen, was man hat – aber wie?

Jeder kennt sie. Kaum einer will sie. Aber viele brauchen sie, denn wirklich alle lassen sich – bewusst oder unbewusst – von ihr ...  

Internet-Werberecht: Das sind die Fallen

Immer mehr Unternehmen nutzen das Internet, um für sich, ihre Produkte und Dienstleistungen zu werben, oder um online Waren zu ...  

Bilanzieren Sie Ihre Kreativität

Die kontinuierliche Verbesserung der unternehmerischen Strukturen, der eigenen Produkte und Dienstleistungen ist für den Erhalt der ...  

Existenzgründung will auch steuerlich gut durchdacht sein

Das Interesse am Thema „Existenzgründung“ ist nach wie vor groß, gute Ideen sind vorhanden. Dass der Weg in die Unternehmerschaft aber ...  

Tipps für den „Steuerdschungel“

Das deutsche Steuerrecht ändert sich rasant. Aufgrund der zahlreichen Klageverfahren bei Finanzgerichten oder beim Bundesfinanzhof ...  

Chaos auf dem Bau: Das muss der Handwerker beachten

Ein Hauptproblem am Bau ist der immer bestehende Zeitdruck. Viel zu häufig versprechen der Architekt oder das Bauplanungsbüro dem ...  

Schmitz Cargobull: Konzernüberschuss eingebrochen

Horstmar – Im Zuge der Krise im Fahrzeugbau hat die Schmitz Cargobull AG aus Horstmar das Geschäftsjahr 2008/2009 mit einem Umsatzrückgang um etwa 25 Prozent auf 1,594 Milliarden Euro abgeschlossen. Der Konzernüberschuss brach in Folge der Absatzkrise auf 16,7 Millionen Euro ein (Vorjahr 125,4 Millionen Euro). Das teilte das Unternehmen jetzt mit.

Demnach sei zwar die Produktion von 66.692 Fahrzeugen im Vorjahr auf 43.350 Fahrzeuge (minus 35 Prozent) gesunken, doch der gestiegene Anteil der höherwertigen Kofferfahrzeuge im Produkt-Mix sowie der Servicebereich hätten die Einnahmen laut Schmitz weniger stark einbrechen lassen. „Leider setzte sich der massive Auftragseinbruch im laufenden Geschäftsjahr fort. Wir sehen allerdings die Talsohle erreicht und erwarten im kommenden Kalenderjahr eine spürbare Wiederbelebung“, berichtet der Vorstandsvorsitzende Ulrich Schümer. Der Vorstand hat deshalb konsequente Schritte eingeleitet, um die Kosten zu reduzieren und so den Konzern stabil durch die Krise zu lenken.

Nachdem das Unternehmen nun die besagte Talsohle nun erreicht habe, würden zurzeit alle neun Werke auf die Fertigungskapazität angepasst, die für dieses Niveau benötigt werde.
Aufgrund der derzeit prognostizierten verhalten-positiven Wirtschaftsindizes erwartet Schmitz Cargobull im kommenden Kalenderjahr eine positive Entwicklung der Absatzmärkte. Trotzdem behält sich der Vorstand weitere Maßnahmen zur Kostensenkung vor, um im Fall eines erneuten Einbruchs der Absatzentwicklung die zukünftige wirtschaftliche Substanz des Unternehmens sicherzustellen.

Trotzt der Krise hat sich der Trailerhersteller nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr (1. April 2008 bis 31. März 2009) als größter Hersteller in Europa behauptet. Der Marktanteil bei Sattelkoffern pendelte sich bei etwa 70 Prozent in Deutschland und 40 Prozent in Europa ein. Im zweiten Produktsegment der Sattelpritschen und -curtainsider war der Markteinbruch laut Schmitz besonders heftig. Dennoch stammten knapp 33 Prozent der in Deutschland und 25 Prozent der in Europa zugelassenen Fahrzeuge von Schmitz Cargobull. In der Produktgruppe Sattelkipper betrug der Marktanteil in Deutschland 30 Prozent und im europäischen Markt 15 Prozent. Mit 20 Prozent in Deutschland und 13 Prozent in Europa fuhr Schmitz Cargobull auch bei Sattelcontainerfahrgestellen nach eigenen Angaben ganz vorn mit. Als Folge des sinkenden Neufahrzeugabsatzes sei jedoch laut Schmitz die Bedeutung der Serviceangebote gestiegen.  So stützten wachsende Dienstleistereinnahmen den Konzernumsatz.

Generell war das erste Halbjahr des Berichtszeitraumes noch geprägt von der Vollauslastung der Produktion, sodass die Belegschaft im Jahresschnitt gegenüber dem Vorjahr auf 4.126 fest angestellte Mitarbeiter stieg (Vorjahr 3.711 Festangestellte plus 1.640 Leiharbeitnehmer). Im zweiten Halbjahr kam es dann aber aufgrund der Krise zu Einschnitten, die zum konzernweiten Abbau der Leiharbeitnehmer sowie zu einer Nichtverlängerung von Zeitverträgen führten. So sank die Mitarbeiterzahl auf insgesamt 3.511 Mitarbeiter im August 2009.
Dennoch blieben Investitionen mit insgesamt 56,4 Millionen Euro (Vorjahr 61,3 Mio. Euro) nicht auf der Strecke: „Innovative und kundenorientierte Produkte und Serviceleistungen bilden die wesentlichen Säulen unserer Unternehmensstrategie“, erklärt Schümer. „Dank einer hohen Eigenkapitalquote und einer soliden Finanzstruktur ohne Netto-Bankverpflichtungen sieht sich die Schmitz Cargobull AG gut gerüstet, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen“, so Schümer weiter.

Mit der Einweihung des Cargobull Validation Center (CVC) habe das Unternehmen eine 9,5-Millionen-Euro-Investition beendet und ein entsprechendes Zeichen gesetzt. Forschung und Entwicklung dienen laut Schmitz dazu, die Markt-, Technologie- und Service-Führerschaft auch im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zu behaupten und auszubauen.

Mittwoch, 30. September 2009
Drucken Versenden Permalink Merken