April 22, 2019

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VR-Bank Westmünsterland kritisiert staatliche Eingriffe

Velen - Trotz der Finanzmarktkrise - die VR-Bank Westmünsterland bezeichnet bei ihrem Jahrespressegespräch im Sportschloss Velen ihr Geschäftsjahr 2008 als Erfolg. Gestiegene Bilanzsumme, gestiegenes Kreditvolumen, gestiegene Kundeneinlagen - auch das von globalen Krisen gekennzeichnete letzte Quartal konnte die Bilanz kaum trüben.

Der Vorstandsvorsitzende der Bank, Dr. Wolfgang Baecker, stellte klar, dass es derzeit keine Kreditklemme gebe. Die Zahlen aus der aktuellen Mittelstandsstatistik sowie die Kritik von Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, dass derzeit jedes dritte Unternehmen in Westfalen Schwierigkeiten habe, Kredite zu bekommen, konnte Baecker für die VR-Bank nicht nachvollziehen: „Die Quote der abgelehnten Kredite lag bei uns auch im letzten Quartal unter fünf Prozent."

Harsche Kritik übte der Banker indes an den staatlichen Eingriffen auf dem deutschen Finanzmarkt, insbesondere an der Beteiligung des Bundes an der Commerzbank. Er sprach von einer enormen Wettbewerbsverzerrung. „Die Genossenschaftsbanken und Sparkassen, die gut gewirtschaftet haben, werden jetzt bestraft", so der Vorstandsvorsitzende.

Für die Zukunft machte Baecker klar, dass sein Haus weiterhin für den Wettbewerb in der Region gerüstet sei. Auch 2009 will die VR-Bank Westmünsterland in heimische Geschäftsstellen investieren und auch damit die heimische Wirtschaft fördern.

Zahlen der VR-Bank 2008 im Überblick:
Kundengeschäftsvolumen: 3,264 Millionen Euro (-0,4 Prozent)
Bilanzsumme: 1,602 Milliarden Euro (+2,9 Prozent)
Kundeneinlagen: 1,175 Milliarden Euro (+4,6 Prozent)
Kreditgeschäft: 987 Millionen Euro (+1,1 Prozent)
Jahresüberschuss: 3,2 Millionen Euro (+0,2 Prozent)
Dividende: 7 Prozent

Christoph Almering

Freitag, 9. Januar 2009
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