August 18, 2019

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Umfrage: Konjunktur im Westmünsterland hat sich schnell erholt

Dülmen - Die Wirtschaft im Westmünsterland hat sich unerwartet schnell vom Konjunktureinbruch erholt. Das teilte nun die Sparkasse Westmünsterland in ihrem aktuellen Konjunkturbericht mit. Demnach fehlte es noch zu Jahresbeginn an konjunkturellen Antriebskräften, zum Spätsommer gewann der Aufschwung jedoch deutlich an Dynamik. Aktuell ist das Konjunkturbarometer Westmünsterland auf 130 Punkte gestiegen und liegt damit leicht vor dem Umland. „Das Wirtschaftsklima ist spürbar freundlicher geworden“, erklärte der Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Heinrich-Georg Krumme. Rund 120 Unternehmen hat die Bank für das Konjunkturbarometer befragt.

Aus der aktuellen Befragung geht hervor, dass sich die Geschäftslage im Spätsommer noch einmal deutlich gebessert habe, nachdem sie sich bereits zum Jahreswechsel 2009/10 aufgehellt hatte. Nur noch vier Prozent der befragten Unternehmen schätzen ihre Lage als schlecht ein – zuvor waren es noch 26 Prozent.

Auch die weiteren Konjunkturperspektiven werden überwiegend günstig eingeschätzt: 30 Prozent der Unternehmen gehen von einer besseren, 65 Prozent von einer gleichbleibenden Entwicklung aus. Risiken sehen die Unternehmen vor allem bei den Energie- und Rohstoffpreisen sowie der Inlandsnachfrage (jeweils 58 Prozent). Die Erwartung der Betriebe, dass der Export die Konjunkturhoffnung 2010 sein würde, habe sich bislang bestätigt. Um zwölf beziehungsweise sechs Prozent hatte der Auslandsumsatz der Kreise Borken und Coesfeld im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugelegt. Für die kommenden Monate rechnet die Hälfte der Unternehmen mit einer anziehenden, 44 Prozent mit einer gleich bleibenden Auslandsnachfrage.

Die Investitionsneigung ist ebenfalls positiv: Ein Viertel der Unternehmen plant höhere Investitionen, die Mehrheit (58 Prozent) hält die Investitions-Budgets auf dem aktuellen Niveau. Der Anteil der Unternehmen mit geringeren Investitionen hat sich fast halbiert. Die Bereitschaft der Wirtschaft, den Personalstand zu erhöhen, ist deutlich von 13 auf 30 Prozent gestiegen. Mit einem Abbau von Arbeitsplätzen rechnet nur noch jedes elfte Unternehmen. Spiegelbildlich sieht jeder vierte Betrieb den Fachkräftemangel als Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. „Nachdem sich der Arbeitsmarkt im Westmünsterland schon während der Wirtschaftskrise relativ stabil gezeigt hat, wird sich die Lage in den nächsten Monaten spürbar verbessern“, vermutet Krumme.

Donnerstag, 7. Oktober 2010
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