Fri Mar 22 08:03:50 CET 2019

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DIHK: Mehr Lehrstellen als Bewerber

Berlin - Die Deutsche Industrie und Handelskammer (DIHK) hat heute die Statistik zur Anzahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge bekannt gegeben. Bundesweit registrierten die DIHK bis Oktober 327.000 neue Lehrstellen.

Das sind, bei einem Schulabgängerrückgang von 3,0 Prozent, 0,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Dabei klafft jedoch eine große Lücke zwischen den alten und den neuen Bundesländern. In Westdeutschland gibt es einen Zuwachs von 2,0 Prozent. In Ostdeutschland liegen die Vertragszahlen knapp 8 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus. Diese Entwicklung weise laut DIHK darauf hin, „dass die Betriebe vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels bereit sind, auch schwächeren Schulabgängern eine Chance zu geben beziehungsweise noch stärker auf sogenannte Altbewerber zurückzugreifen.“ Der positive Trend wird durch die letzten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit bestätigt. Ende September waren bundesweit noch knapp 20.000 freie Lehrstellen gemeldet – und das bei 12.300 unversorgten Bewerbern. Altbewerber, die noch keine Stelle gefunden haben, sollten diese Situation nutzen und sich bei den Nachvermittlungsaktionen noch um einen Ausbildungsplatz bewerben. Der in der letzten Woche verlängerte Ausbildungspakt trägt der demografischen Entwicklung Rechnung. Die Paktpartner wollen Ausbildungsreife und Berufsorientierung verbessern, die Potenziale von Leistungsschwächeren, Altbewerbern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund erschließen, aber auch Leistungsstarke für eine duale Ausbildung begeistern. Nur so lässt sich das Ziel der Paktpartner erreichen, weiterhin jährlich 60.000 neue Ausbildungsplätze und 30.000 neue Ausbildungsbetriebe zu gewinnen.
Montag, 8. November 2010
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