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FMO verstärkt Winterdienst

Greven - Der Flughafen Münster/Osnabrück in Greven hat sich auf winterliche Temperaturen mit Eis und Schnee vorbereitet. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Wintersaison hat der FMO seinen Winterdienst in diesem Jahr noch einmal verstärkt. Da im vergangenen Winter europaweit die Enteisungsmittel knapp geworden waren, hat der FMO nun seine Lagerkapazitäten erhöht. So lagern derzeit 110.000 Liter Flächenenteisungsmittel für die Start- und Landebahn und Vorfeldflächen sowie 65.000 Liter Flugzeugenteisungsmittel am Flughafen in Greven.

So genannte „Elefanten“ enteisen im Winter die Flugzeuge.
Foto: FMO

Auch alle 19 zum Winterdienst gehörenden Fahrzeuge sind laut FMO startklar und warten auf ihren Einsatz. Bei Flugzeugenteisung kommen so genannte „Elefanten“ zum Einsatz. Den Namen haben sie aufgrund des rüsselähnlichen Sprührohres, aus dem das Wasser-Glykol-Gemisch auf die Flugzeuge aufgesprüht wird. Der Flughafen Münster/Osnabrück besitzt derzeit drei Flugzeugenteisungs-Fahrzeuge, wovon jedes eine Million Euro kostet. Eine Flugzeugenteisung dauert rund sieben bis zehn Minuten. Der Start der Maschine muss dann unmittelbar erfolgen, damit die Schutzwirkung nicht nachlässt.

Darüber hinaus muss die Start- und Landebahn ebenso wie Straßen auch im Winter in einem Zustand gehalten werden, der eine ausreichende Reibung zwischen den Reifen des Fahrwerks und der Bahnoberfläche gewährleistet. Auf einem Flughafengelände habe die Räumung der Runways deshalb Vorrang vor der Räumung anderer Flächen, so der FMO in einer Pressemitteilung. Die Räumung der Start- und Landebahn in Greven dauere circa 15 bis 20 Minuten. Dabei komme ein spezielles Enteisungsmittel zum Einsatz, das laut FMO umweltfreundlich und biologisch abbaubar ist. Das Gemisch auf der Basis von Wasser und Kaliumformiat wird mit sogenannten „Airport-Sprayern“ auf die Runway, die Rollwege sowie alle übrigen Vorfeldflächen aufgebracht. Zwei Spezialfahrzeuge hält der FMO dafür in seinem Fahrzeugpool vor.

Vor der Enteisung muss die gesamte Fläche jedoch zunächst mit Kehrblasgeräten, die an riesige Schneepflüge erinnern und mit einer Arbeitsgeschwindigkeit von über 40 Kilometern pro Stunde hohe Räumleistungen erzielen, von Schnee und Eis geräumt werden. Sechs Kehrblasgeräte, davon ein Neufahrzeug, kommen in diesem Winter am Flughafen zum Einsatz. Ein weiteres Fahrzeug soll Anfang Januar noch hinzukommen. Ob und in welcher Form geräumt und/oder gesprüht werden muss, dass ermitteln zwei so genannte „Skiddometer“, die ebenfalls in den Bestand der Winterdienstfahrzeuge gehören. Die Fahrzeuge dienen der Zustandserfassung der Griffigkeit der Start- und Landebahn und fahren auf der Bahn deshalb regelmäßige Kontrollen. So lassen sich der aktuelle Bremswert und der darauf abgestimmte Einsatz der Spezialfahrzeuge besser bestimmen. Insgesamt sind 50 Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste am Flughafen Münster/Osnabrück im Winterdiensteinsatz.

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Freitag, 18. November 2011
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