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Fünf Prozent mehr Azubis

Münsterland/Emscher-Lippe-Region – Im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region haben bis zum 1. September 2011 über 9.400 Jugendliche eine Lehre in Industrie, Handel, Gastronomie und Dienstleistung begonnen. Das ist ein Plus von knapp fünf Prozent im Vergleich zum selben Zeitpunkt im Vorjahr. Das teilte nun die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen in Münster mit.

„Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist sehr hoch. Viele Betriebe setzen im Wettbewerb um Fachkräftenachwuchs ganz bewusst auf Ausbildung“, bewertet Michael Vornweg, IHK-Geschäftsbereichsleiter für Bildung, die Zahlen.

Die meisten Lehrlinge haben die Unternehmen in kaufmännischen Berufen eingestellt. Die Kaufleute im Einzelhandel (843 neue Lehrverträge) führen in diesem Jahr die Top Ten der Ausbildungsberufe an, gefolgt von Industriekaufleuten (799), Verkäufern/-innen (705), Kaufleuten im Groß- und Außenhandel (565) und Bürokaufleuten (494). Erst auf dem sechsten Platz steht mit dem Industriemechaniker (468) ein gewerblich-technischer Beruf. Platz sieben belegen die Bankkaufleute (387), Platz acht die Fachkräfte für Lagerlogistik (338), Platz neun die Elektroniker/-innen für Betriebstechnik (313) und Platz zehn die Kaufleute für Bürokommunikation (238). Insgesamt verteilen sich mehr als die Hälfte der neuen Lehrlinge auf diese zehn Ausbildungsberufe.

„Viele ausbildungsfähige Schulabsolventen setzen allerdings ihre Schullaufbahn fort, weil sie in den vermeintlich ‚coolen’ Berufen keinen Lehrstelle gefunden haben oder weil sie die Karrieremöglichkeiten einer beruflichen Ausbildung unterschätzen und sich erst gar nicht bewerben“, erklärt Vornweg. Er bezeichnet das als Informationsdefizit. Die Folge: In einigen Berufen kommt es zu Bewerbermangel, mit der Konsequenz, dass Ausbildungsplätze nicht besetzt werden.

Dabei lohne es sich, bei der Lehrstellensuche einen Blick nach links und rechts zu werfen, „da es oftmals noch freie Stellen in weniger bekannten Ausbildungsberufen gibt“, so Vornweg und er betont: „Jugendliche sollten sich für Ausbildungsberufe bewerben, für die sie das Talent und die Eignung mitbringen. Die angesagten Berufe sind nicht immer die richtige Wahl.“

Donnerstag, 8. September 2011
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