August 18, 2019

Merkliste

Lesenswert
Genehmigungsverfahren: zu kompliziert und langwierig?

Wer schon einmal einen Genehmigungs- oder Änderungsantrag für eine Anlage gestellt hat, die unter das Bundesimmissionsschutzgesetz ...  

Schutz vor SPAM: Das ist wichtig

SPAM - sie sind nervig und zumeist unerwünscht, sie behindern die Alltagsarbeit in den Unternehmen. Im Jahr können die Spammer damit ...  

Verjährungsfalle Gewährleistungsbürgschaft

Eigentlich sollte die Gewährleistungsbürgschaft eine sichere Angelegenheit sein. Nach Ansicht von Rechtsanwalt Otto Lieber von der ...  

Zeigen, was man hat – aber wie?

Jeder kennt sie. Kaum einer will sie. Aber viele brauchen sie, denn wirklich alle lassen sich – bewusst oder unbewusst – von ihr ...  

Internet-Werberecht: Das sind die Fallen

Immer mehr Unternehmen nutzen das Internet, um für sich, ihre Produkte und Dienstleistungen zu werben, oder um online Waren zu ...  

Bilanzieren Sie Ihre Kreativität

Die kontinuierliche Verbesserung der unternehmerischen Strukturen, der eigenen Produkte und Dienstleistungen ist für den Erhalt der ...  

Existenzgründung will auch steuerlich gut durchdacht sein

Das Interesse am Thema „Existenzgründung“ ist nach wie vor groß, gute Ideen sind vorhanden. Dass der Weg in die Unternehmerschaft aber ...  

Tipps für den „Steuerdschungel“

Das deutsche Steuerrecht ändert sich rasant. Aufgrund der zahlreichen Klageverfahren bei Finanzgerichten oder beim Bundesfinanzhof ...  

Chaos auf dem Bau: Das muss der Handwerker beachten

Ein Hauptproblem am Bau ist der immer bestehende Zeitdruck. Viel zu häufig versprechen der Architekt oder das Bauplanungsbüro dem ...  

IHK-Ausbildungsumfrage: Lehrverträge 15 Prozent im Plus

Münsterland – Die Unternehmen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region setzen alles daran, sich ihren Fachkräftenachwuchs durch Ausbildung im eigenen Betrieb zu sichern. Einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen aus Münster bei 397 Ausbildungsbetrieben zufolge wollen mehr als drei Viertel der Betriebe (77 Prozent) gleich viel oder sogar mehr ausbilden als im Vorjahr. Darauf deutet auch die aktuelle Zahl der neu eingetragenen Lehrverträge hin. Die IHK verbuchte im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von knapp 15 Prozent.

„Es ist normalerweise noch zu früh, um diese Entwicklung auf das ganze Jahr hochzurechnen“, betont der für Bildung zuständige IHK-Geschäftsführer Michael Vornweg. Doch angesichts sinkender Schulabgängerzahlen sorgen viele Unternehmen vor und bilden verstärkt über den eigentlichen Bedarf hinaus aus. „Der Wettbewerb um gute Auszubildende wird noch deutlich härter“, ist sich Vornweg sicher. Spätestens nach dem doppelten Abiturjahrgang 2013 werde das jeder Ausbildungsbetrieb spüren. Vornweg empfiehlt den Unternehmen deshalb, den Doppeljahrgang noch einmal zu nutzen, „um mindestens den mittelfristigen Bedarf zu sichern“.

„Stärker als bisher müssen wir für die duale Berufsausbildung werben und sie zusammen mit den Unternehmen attraktiver gestalten“, fordert Vornweg. Rund 60 Prozent der Schulabgänger entscheiden sich derzeit für eine duale Berufsausbildung. „Diesen Anteil“, so der IHK-Geschäftsführer, „müssen wir erhöhen, damit Unternehmen weiterhin genügend Auszubildende finden und die Wirtschaft in der Region weiter rund läuft.“ Erschwert wird das nicht nur durch rückläufige Absolventenzahlen: „Die Schulabgänger drängen zudem verstärkt ins Studium oder in die Berufskollegs“, so Vornweg.

Jedes vierte Unternehmen will sich deshalb durch verstärktes Ausbildungsmarketing im zunehmenden Wettbewerb um den Fachkräftenachwuchs besser positionieren, das ist ein weiteres Ergebnis der IHK-Umfrage. „Wer Wert auf qualifizierten Nachwuchs legt, wirbt jetzt schon um junge Leute genau wie um seine Kunden, und zwar dort, wo die Jugendlichen zuhause sind“, so Vornweg. Neben Stellenanzeigen in der Tageszeitung ist das Internet mittlerweile das stärkste Medium bei der Bewerbersuche. Immerhin sucht fast jedes zehnte Unternehmen dabei über Soziale Netzwerke wie zum Beispiel Facebook nach geeigneten Bewerbern.

Während sich die Chancen der Jugendlichen auf eine Lehrstelle also „merklich verbessern“, so Vornweg, wachsen die Schwierigkeiten für die Betriebe. Nach der IHK-Umfrage konnten 18 Prozent der Ausbildungsbetriebe nicht alle Ausbildungsplätze besetzen. Hauptgrund ist nach Angaben der Unternehmen die mangelnde Ausbildungsreife vieler Bewerber.

Mehr als die Hälfte (58 Prozent) aller Ausbildungsbetriebe reagiert auf unzureichende Qualifikationen, indem sie eigene Nachhilfe im Unternehmen anbieten oder ausbildungsbegleitende Hilfen der Agentur für Arbeit nutzen. „Das darf und kann nicht zum Regelfall werden“, betont Vornweg, der dringenden Handlungsbedarf sieht. Das Ergebnis der Umfrage sei eine klare Aufforderung, die Ausbildungsreife, die Berufsorientierung und die Zusammenarbeit mit Betrieben weiter zu verbessern.

Dienstag, 12. April 2011
Drucken Versenden Permalink Merken