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IHK: Beschäftigung und Export 2011 auf Rekordniveau

Münsterland – Beschäftigungshöchststand in der Region, Vollbeschäftigung in Teilen des Münsterlandes und die landesweit niedrigste Arbeitslosenquote im Kreis Coesfeld. Aus Sicht von Dr. Benedikt Hüffer, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen, sind für diese guten Nachrichten vom regionalen Arbeitsmarkt vor allem die heimischen Unternehmen verantwortlich. „Für die Unternehmen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region lief es 2011 insgesamt besser als erwartet“, bilanzierte er auf der IHK-Jahrespressekonferenz in Münster. Er wies aber auch darauf hin, dass den Betrieben insbesondere der Fachkräftemangel immer mehr Sorgen bereite.

Ist zufrieden mit der Entwicklung der Wirtschaft 2011, warnte aber vor den Folgen des Fachkräftemangels: IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer
Foto: IHK Nord Westfalen

Auf 785.000 kletterte zur Jahresmitte 2011 die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Nord-Westfalen. Das ist nach Angaben der IHK Rekord. Für gut gefüllte Auftragsbücher sorgte insbesondere das Auslandsgeschäft. Waren und Dienstleistungen im Wert von 17,3 Milliarden Euro führten die Unternehmen 2011 aus – das sind 17 Prozent mehr als im Jahr zuvor und exakt so viel wie vor dem Ausbruch der Krise. „Der Export war in Nord-Westfalen der entscheidende Wirtschaftsmotor“, hielt Hüffer fest. Die Industrie habe ihren Gesamtumsatz um zwölf Prozent auf 42 Milliarden Euro gesteigert.

Auch wenn die Experten für 2012 einen Rückgang des Wirtschaftswachstums von drei auf ein Prozent prognostizieren, sei die Stimmung in der regionalen Wirtschaft bemerkenswert zuversichtlich geblieben. In der jüngsten Konjunkturumfrage halten immer noch 97 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Situation für „befriedigend“ oder besser. Hüffer: „Viele Unternehmen kennen die Krise nur aus ihrer Tageszeitung oder aus Funk und Fernsehen.“

Allerdings werden bei den Unternehmen die Sorgen immer größer, ob sie auch in Zukunft noch ausreichend Fachkräfte finden werden. 29 Prozent der Unternehmen sehen laut IHK-Umfrage im Fachkräftemangel ein ernstzunehmendes Risiko für die Geschäftsentwicklung. „Auch wenn es noch keinen flächendeckenden Mangel gibt: Viele Unternehmen haben bereits heute Schwierigkeiten, geeignete Bewerber zu finden. Tendenz steigend“, berichtete der IHK-Präsident.

Hüffer warnte vor einer zunehmenden Akademisierung der Bildung. „Wir müssen aufpassen, dass der Nachwuchs nicht an den Bedürfnissen der Wirtschaft vorbei qualifiziert wird“, sagte er und machte unter Berufung auf Landesarbeitsminister Guntram Schneider und eine Studie des Ministeriums deutlich: „Berufliche und akademische Bildung sind gleichwertig.“

Mit dem Karrieremodell AusbildungKompakt habe die IHK Nord Westfalen ihren Unternehmen 2011 ein neues Angebot zur Verfügung gestellt, um auch weiterhin qualifizierte Schulabgänger für eine Ausbildung zu begeistern, hob Hüffer hervor. Das Besondere daran: Es verbindet die klassische Lehre mit einer anerkannten Weiterbildung zum Meister oder Fachwirt. Die IHK werde ihre Initiativen zur Fachkräftesicherung durch Bildung weiter ausbauen, kündigte der IHK-Präsident an. „Betriebliche Aus- und Weiterbildung muss als echte und gleichberechtigte Alternative zum Studium erkannt werden“.

Das ist insbesondere das Ziel der in diesem Jahr gestarteten Initiative „Nord-Westfalen. Doppelt stark“, mit der die Wirtschaft den doppelten Abiturjahrgang 2013 ins Visier nimmt. „Allein bei uns werden 2013 rund 8.500 Abiturienten zusätzlich die Gymnasien verlassen“, sprach Hüffer von einer „einmaligen Chance“. Er rief die Unternehmen auf, zusätzliche attraktive Ausbildungsplätze für Abiturienten zu schaffen und ihnen Aufstiegschancen zu geben, um sie ans Unternehmen und die Region zu binden. „Denn Abiturienten, die die Region verlassen und in Hamburg, Berlin oder München studieren, planen nur noch selten ihre berufliche Zukunft in ihrer Heimat.“

Als wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung wertet Hüffer das Gesetz zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen, das erst vor Kurzem in Kraft getreten ist. Damit hat die IHK Nord Westfalen die neue Aufgabe bekommen, die Gleichwertigkeit ausländischer Berufsqualifikationen zu prüfen, die mit IHK-Berufabschlüssen vergleichbar sind.

Das „Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz“ schafft für die Ausbildungsberufe im dualen System erstmals für alle Personen, unabhängig von der Staatsangehörigkeit, einen gesetzlichen Anspruch auf eine individuelle Überprüfung der Gleichwertigkeit ihrer Qualifikationen. Für diese Berufe wird die Frage, ob die mitgebrachte Qualifikation gleichwertig ist, künftig nach einheitlichen Kriterien und in einem einheitlich geregelten Verfahren beurteilt.

Dienstag, 10. April 2012
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