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Münsterland: Industrie verzeichnet keine Einbußen

Münster – Die nord-westfälische Industrie war im ersten Halbjahr 2012 fast so erfolgreich wie im Vorjahreszeitraum. Nach dem starken Wachstum in 2011 lag der Gesamtumsatz der ersten sechs Monate in diesem Jahr erneut über 20 Milliarden Euro. Das hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen mit Sitz in Münster auf Grundlage aktueller Zahlen von IT.NRW berechnet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 20,8 Milliarden Euro und damit eine halbe Milliarde mehr.

Karl-Friedrich Schulte-Uebbing, Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen (Münster)
Foto: IHK Nord Westfalen

Die Umsatzergebnisse für die Teilregionen des IHK-Bezirks fallen jedoch sehr unterschiedlich aus. Während im Münsterland der Umsatz sogar noch um fünf Prozent zunahm, ging er im Vestischen Raum um über 14,4 Prozent zurück. Grund: „Die Chemische Industrie, die im Kreis Recklinghausen eine herausragende Bedeutung hat, reagiert besonders stark und schnell auf konjunkturelle Schwankungen“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing.

„Die münsterländische Industrie ist aufgrund ihrer Branchenstruktur bislang von Einbußen verschont geblieben“, erläutert Schulte-Uebbing weiter. Der Gesamtumsatz ist von 12,7 auf 13,3 Milliarden Euro geklettert (plus 5,1 Prozent). Das Exportgeschäft ist sogar um über neun Prozent (5,5 Milliarden Euro) gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. Getrieben von der Entwicklung im Maschinenbau – einer Branche, die auf konjunkturelle Änderungen erst mit Verzögerung reagiert – verbuchte der Kreis Warendorf den höchsten Zuwachs beim Auslandsumsatz (plus 26,8 Prozent). „Allerdings muss sich auch die Industrie im Münsterland darauf einstellen, dass sich die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf abschwächt“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

 

Donnerstag, 16. August 2012
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