August 18, 2019

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Iveo ist Ausbildungsbetrieb

Raesfeld – Stellvertretend für alle erstmals ausbildenden Unternehmen im Kreis Borken hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen gestern (14. August) das Ingenieur- und Planungsbüro Iveo aus Raesfeld öffentlich als Ausbildungsbetrieb anerkannt.

Bei der Übergabe der Urkunde (von links) Hans-Bernd Felken, Günter Büning, Egbert Weber, Lukas Grewing und Daniel Watermeyer.
Foto: IHK Nord Westfalen

Das Ingenieurbüro, dessen Schwerpunkt im Objektbau und der energieeffizienten Gebäudeplanung liegt, wird die nächsten drei Jahre Lukas Grewing zum Technischen Systemplaner in der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik ausbilden.

Egbert Weber, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender im IHK-Regionalausschuss für den Kreis Borken, beglückwünschte das Unternehmen zu seiner Entscheidung: „Qualifizierten Nachwuchs und Fachkräfte sichert sich ein Unternehmen nur durch die Ausbildung junger Menschen“. Das gelte besonders jetzt, da der demografische Wandel immer spürbarer werde, „weil immer mehr Menschen aus dem Berufsleben ausscheiden, aber immer weniger junge Menschen aus den Schulen nachkommen.“

Bis 2020 sinken die Schulabgängerzahlen im Regierungsbezirk Münster laut IHK voraussichtlich um circa 18 Prozent von 31.000 (2012) auf rund 25.300. Besonders betroffen ist nach den Prognosen auch der Kreis Borken. 2020 werden danach nur noch rund 3.700 Jugendliche die Schulen verlassen. Das ist ein Minus von mehr als 22 Prozent im Vergleich zu diesem Jahr, in dem noch fast 4.800 junge Leute auf den Ausbildungs- und Studienmarkt gekommen sind. „Dass 2020 rund 1.000 junge Menschen weniger von der Schule abgehen werden, ist eine Entwicklung, die man ernst nehmen muss“, so der Vorsitzende des Regionalausschusses.

Er bezeichnete die Ausbildung junger Menschen als „eine echte Investition in die Zukunft eines Unternehmens“. Die Schaffung einer Ausbildungsstelle sei daher „eine kluge und vorausschauende Entscheidung“, betonte er bei der Überreichung der Urkunde in Raesfeld. Mit Blick auf die abnehmenden Schulabgängerzahlen empfiehlt der IHK-Mann allen Betrieben, bestehende Ausbildungsplätze zu erhalten und wenn möglich zusätzliche Lehrstellen zu schaffen.

Die Konkurrenz und die Werbung um Auszubildende habe längst begonnen, stellte Weber fest. Nach dem doppelten Abiturjahrgang 2013 werden die Schwierigkeiten bei der Suche nach passenden Nachwuchskräften spürbar größer werden. Die Wirtschaft des Kreises aber brauche gut ausgebildeten Nachwuchs und gute Fachkräfte, um sich weiterzuentwickeln. Zurückhaltung bei der Ausbildung sei daher der falsche Weg. Weber hofft, dass die Entscheidung von Iveo viele Nachahmer findet: „Ausbildung ist im ureigensten Interesse eines jeden Unternehmens, das gute Fachkräfte für die Zukunft braucht.“

Das bekräftigte auch Iveo-Geschäftsführer Ulrich Röckinghausen. „Wir haben uns entschieden auszubilden, weil wir auch künftig gute Mitarbeiter brauchen. Und die fallen nicht einfach vom Himmel.“ Er freue sich auf die Herausforderung, Fachkräfte im eigenen Haus aufzubauen und sie ins Team hineinwachsen zu sehen.

Mittwoch, 15. August 2012
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