Kreishandwerkerschaft zu Besuch in Litauen

Kreis Steinfurt – Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, hat seine Kollegen in Litauen besucht. Bei dem gemeinsamen Gespräch tauschten die Handwerker unter anderem ihre Erfahrungen in der Ausbildung junger Menschen aus. Darüber hinaus vereinbarten sie, ihre Kontakte zum jeweiligen Partnerland zu vertiefen.

Zu Besuch in Litauen (von rechts): Vaclovas Vaicekauskas (Leiter des Sekretariats des Regionalrates), Rita Lesciauskiene (Vize-Leiterin des Berufsbildungszentrums Telsiai), Vytautas Kleiva, (Bürgermeister der Selbstverwaltung Telsiai), Frank Tischner (Hauptgeschäftsführer Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf), Antanas Ausbekavicius (Administrationsdirektor der Selbstverwaltung Rietavas) und John Bacinskas (Vize-Bürgermeister der Selbstverwaltung Rietavas).
Foto: Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf

Mit diesen Eindrücken ist Tischner aus dem Partnerkreis Telsiai des Kreises Steinfurt und der Partnerkommune Trakai der Stadt Rheine zurückgekehrt.

Im Rahmen des Treffens stellten die Litauer die Pläne für das Berufsbildungszentrum im Kreis Telsiai vor, das Ende 2013 fertig werden soll. Dort werden junge Menschen in den Berufen im Bau-, Elektro-, Schneider- und Hauswirtschaftsbereich ausgebildet. Großes Interesse zeigten die Litauer im Zuge dessen an den Ausbildungsverfahren in Deutschland. So informierte Tischner sie über die BildungsCentren der Kreishandwerkerschaft oder über das duale Ausbildungssystem.

Auch in Litauen sei der Fachkräftemangel ein Problem, wie die Verantwortlichen betonten. Erschwerend komme hinzu, dass viele gute Arbeitskräfte wegen der besseren Löhne ins Ausland abwandern, vor allem nach Großbritannien und Norwegen.

Beim Gegenbesuch im Kreis Steinfurt wollen sich die Litauer Eindrücke über Personalplanung und Ausstattung der BildungsCenter sowie der Berufskolleg verschaffen, aber auch einige Betriebe kennenlernen. Ganz konkret soll es dabei auch um handfeste wirtschaftliche Kooperationen gehen. „Ganz konkret wurde der Wunsch geäußert, dass sich Betriebe der Region, wie bereits Schmitz Cargobull, in Litauen niederlassen“, erklärte Hauptgeschäftsführer Tischner.

Mittwoch, 20. Juni 2012