Mon Jan 21 10:56:40 CET 2019

Merkliste

Lesenswert
Hygiene oberstes Gebot

Egal, ob es die Schweinegrippe ist oder Influenza. Zum Winter ist die Gesundheit der Mitarbeiter eines Unternehmens ein besonders hohes ...  

Genehmigungsverfahren: zu kompliziert und langwierig?

Wer schon einmal einen Genehmigungs- oder Änderungsantrag für eine Anlage gestellt hat, die unter das Bundesimmissionsschutzgesetz ...  

Schutz vor SPAM: Das ist wichtig

SPAM - sie sind nervig und zumeist unerwünscht, sie behindern die Alltagsarbeit in den Unternehmen. Im Jahr können die Spammer damit ...  

Wenn Arbeit krank macht

Im Arbeitsalltag fallen sie zunächst fast nie negativ auf. Im Gegenteil: Sie wirken engagiert, motiviert und auch die eine oder andere ...  

Verjährungsfalle Gewährleistungsbürgschaft

Eigentlich sollte die Gewährleistungsbürgschaft eine sichere Angelegenheit sein. Nach Ansicht von Rechtsanwalt Otto Lieber von der ...  

Zeigen, was man hat – aber wie?

Jeder kennt sie. Kaum einer will sie. Aber viele brauchen sie, denn wirklich alle lassen sich – bewusst oder unbewusst – von ihr ...  

Motivation ohne Incentives – geht das?

Die Motivation ihrer Mitarbeiter liegt vielen Unternehmern am Herzen. Die Frage lautet aber immer wieder: Wie motiviere ich meine ...  

Internet-Werberecht: Das sind die Fallen

Immer mehr Unternehmen nutzen das Internet, um für sich, ihre Produkte und Dienstleistungen zu werben, oder um online Waren zu ...  

Ein schmaler Grat

Stadtlohn - Sie tun es alle, egal, ob Chef oder Angestellter, ob Handwerker oder Bürohengst, ob Millionär oder Ein-Euro-Jobber. Sie ...  

Zwischen den Stühlen

Sie sollen ihren „Laden“ im Griff haben, das Beste aus ihren Mitarbeitern herausholen und somit maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens ...  

Bilanzieren Sie Ihre Kreativität

Die kontinuierliche Verbesserung der unternehmerischen Strukturen, der eigenen Produkte und Dienstleistungen ist für den Erhalt der ...  

Existenzgründung will auch steuerlich gut durchdacht sein

Das Interesse am Thema „Existenzgründung“ ist nach wie vor groß, gute Ideen sind vorhanden. Dass der Weg in die Unternehmerschaft aber ...  

Generationenwechsel aus Nachfolgersicht

Die Sicherung der Unternehmensnachfolge gehört zu den wichtigsten unternehmerischen Herausforderungen. Über die Kernaussagen einer ...  

Verlustausgleich: zwischen Freud und Leid

Ein Unternehmer zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er Initiative ergreift und das Risiko seiner Tätigkeit trägt. Doch wer viel ...  

Vorsicht, Insolvenzfalle

Geht ein Unternehmen in die Insolvenz, erhalten immer häufiger auch Werkunternehmer, die mit dem insolventen Auftraggeber ...  

Tipps für den „Steuerdschungel“

Das deutsche Steuerrecht ändert sich rasant. Aufgrund der zahlreichen Klageverfahren bei Finanzgerichten oder beim Bundesfinanzhof ...  

Chancen in den Niederlanden erkennen und nutzen

Für deutsche Unternehmen gibt es eine Vielzahl guter Gründe, auf dem niederländischen Nachbarmarkt grenzüberschreitend tätig zu werden. ...  

Chaos auf dem Bau: Das muss der Handwerker beachten

Ein Hauptproblem am Bau ist der immer bestehende Zeitdruck. Viel zu häufig versprechen der Architekt oder das Bauplanungsbüro dem ...  

Volle Auftragsbücher und Fachkräftemangel

Rheine - Einen Einblick in die aktuelle Lage des Handwerks in ihren Kreisen haben gestern (14. Februar) die Verantwortlichen der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf in Rheine gegeben. „Grundsätzlich geht es dem Handwerk in der Region zurzeit sehr gut“, bilanzierte Hauptgeschäftsführer Frank Tischner. Dass es aber durchaus noch einige Herausforderungen zu meistern gibt, wollten er und seine Kollegen aus der Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft nicht verschweigen.

Gaben zusammen einen Einblick in die Lage des Handwerks in den Kreisen Steinfurt und Warendorf (von links): Walter Liebegut (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft), Frank Tischner (Hauptgeschäftsführer Kreishandwerkerschaft), Ulla Finger-Rumens (stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Kreishandwerkerschaft) und Hermann Goecke (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft).
Foto: Terhörst

Die ersten 100 Tage im Amt standen für den neuen Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf ganz im Zeichen des Aufschwungs. Die allgemein günstige Konjunkturlage, aber auch der anhaltende Trend zum Eigenheim mit allen dazugehörigen Investitionen bescherten dem Handwerk in der Region in den vergangenen Monaten allerdings nicht nur volle Auftragsbücher. Sie führten auch dazu, dass Frank Tischner ein Wort ganz besonders oft zu hören bekam: „Fachkräftemangel“. „Das ist ein Problem, mit dem unsere Betriebe zu kämpfen haben und dem auch wir uns als Kreishandwerkerschaft stellen müssen“, räumte er im Rahmen eines Pressegespräches ein.

Gute Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten, aber auch durchschnittlich vergleichsweise geringe wirtschaftliche Schwankungen machen das Handwerk aus seiner Sicht im Kampf um die besten Köpfe jedoch durchaus konkurrenzfähig. „Wer einen Beruf im Handwerk erlernt, schafft sich langfristig ein sicheres und auch ausbaufähiges Fundament für die Zukunft“, betonte Tischner, der dieses Image nun noch stärker in die Öffentlichkeit tragen will.

Denn Fakt ist auch: Um einige Handwerksberufe machen die Jugendlichen nach wie vor einen Bogen. Während Berufe wie der Kfz-Mechatroniker bei den Jugendlichen hoch im Kurs stehen, haben zum Beispiel Bäckerei- oder Fleischereibetriebe zunehmend Probleme, geeigneten Nachwuchs zu finden. Öffentlichkeitsarbeit allein reicht da in der Regel nicht aus. Und so werden laut Ulla Finger-Rumens zurzeit immer mehr Unternehmen in den Kreisen Steinfurt und Warendorf selbst aktiv, um geeigneten Nachwuchs zu bekommen. „Viele unserer Betreibe bemühen sich heute deutlich früher um mögliche Bewerber. Sie arbeiten enger mit den Schulen zusammen und versuchen, potenzielle Auszubildende durch Praktika frühzeitig kennenzulernen. Tatsächlich ist es außerdem so, dass viele Chefs sogar hinsichtlich der Schulnoten Abstriche machen. Es ist ihnen viel wichtiger, dass jemand engagiert ist und gut ins Team passt“, verdeutlichte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, die dieses Engagement gern begleitet. 

Eine wichtige Aufgabe sei es für die Kreishandwerkerschaft darüber hinaus in diesem Kontext, die Unternehmen durch gezielte Aus- und Fortbildungsprogramme dabei zu unterstützen, Jugendliche, die bislang als nicht ausbildungsfähig galten, „fit für die Ausbildung“ zu machen. Aber auch andere „schlummernde Potenziale“ sollen künftig noch gezielter geweckt werden. Im Fokus stehen dabei unter anderem ältere Erwerbslose oder Frauen, die nach der Elternzeit keinen Wiedereinstieg ins Berufsleben gefunden haben.

Vor diesem Hintergrund hat die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf allein im vergangenen Jahr rund 1,2 Millionen Euro an ihren vier Standorten investiert. Ein Großteil des Geldes floss in die Ausbildungswerkstätten. „Die Technik im Handwerk ist ständig im Wandel und dem müssen wir natürlich auch in unseren Werkstätten Rechnung tragen“, verdeutlichte Tischner.

Von Michael Terhörst Mittwoch, 15. Februar 2012
Drucken Versenden Kommentar an Autor Permalink Merken