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„Nicht nur Menschen in weißen Kitteln“

Coesfeld – „Gesicht gezeigt“ haben heute (12. Juli) rund 30 verschiedene Arbeitgeber aus der Gesundheitsbranche in Coesfeld. Auf der Messe „aktiVital“ stellten sie sich und insgesamt 25 Berufe in der Bürgerhalle rund 500 Besuchern vor. Im Rahmen der Messe kamen sie mit jungen Menschen von weiterführenden Schulen aus den Kreisen Borken und Coesfeld, die eine Ausbildung in einem Sozial- oder Gesundheitsberuf anstreben, aber auch mit bereits ausgebildeten Fachkräften, die sich weiterbilden oder umorientieren wollen, ins Gespräch.

Haben die Messe „aktiVital“ genutzt, um auf Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Gesundheitsbranche aufmerksam zu machen (von links): Ina Brinkmann (Bereichsleiterin Seniorenzentren der Azurit-Gruppe), Johann Meiners (stellvertretender Leiter der Arbeitsagentur Coesfeld), Heike Minnebusch (Arbeitsagentur Coesfeld) und Dominik Meis (Vertriebsleiter der Grenzland Sanitätshaus)
Foto: Wittenberg
Schon in den vergangenen Jahren war der Zuspruch für die Messe groß, wie Johann Meiners, stellvertretender Leiter der Arbeitsagentur Coesfeld, auf einer Pressekonferenz betonte: „Daher haben wir die Veranstaltung nun in einem größeren Umfeld aufgezogen.“ Auch den Themenschwerpunkt hat die Arbeitsagentur weiter gefasst. „Bisher standen überwiegend die Pflegeberufe und Pflegeeinrichtungen im Fokus. Dieses Jahr blicken wir auf die gesamte Gesundheitsbranche, dazu gehören zum Beispiel auch Hygienebeauftragte, Ernährungsexperten oder Kaufleute im Gesundheitswesen. Oftmals reduzieren viele die Themen Gesundheit oder Pflege nur auf Menschen in weißen Kitteln. Dabei gibt es zahlreiche Karrieremöglichkeiten in diesem Bereich“, macht Meiners klar.

Der Bedarf nach entsprechenden Fachkräften nehme, wie er betonte, zu. „Im Zuge des demografischen Wandels wird es in Zukunft immer mehr und entsprechend pflegebedürftige Menschen geben. Daher wird diese Branche weiter boomen“, ist Meiners überzeugt. Bereits heute sind nach Schätzungen der Arbeitsagentur bundesweit 10.000 Stellen in der Gesundheitsbranche unbesetzt. In der Region könne man zwar noch von keinem akuten Fachkräftemangel sprechen – die Stellen können in der Regel, wenn auch nicht sofort, besetzt werden – aber: „Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage an Arbeitsstellen wird künftig weiter auseinandergehen. Daher nutzen Arbeitgeber die Messen wie die aktiVital gerne, um die Bandbreite der Berufe und auch die Karrieremöglichkeiten im Gesundheitsbereich einem größeren Publikum vorzustellen“, erläuterte Meiners.

Zahlreiche Schüler informierten sich bei den Ausstellern über Ausbildungsmöglichkeiten.
Foto: Wittenberg

„Weiterbildungsmöglichkeiten sind gut“

Diese Chance hat auch Ina Brinkmann, Bereichsleiterin in den Seniorenzentren der Azurit-Gruppe, genutzt. Die Einrichtung hat unter anderem Niederlassungen in Bocholt und Rhede und stellte sich mit einem Messestand auf der „aktiVital“ vor. „Wir finden hier in der Region zwar genügend Nachwuchskräfte für Seniorenbetreuung, aber tendenziell wird auch das immer schwieriger. Leider haben viele nicht das beste Bild von der Pflegearbeit, da dieser Beruf mit hohen körperlichen und psychischen Belastungen verbunden ist und dementsprechend eine hohe Unzufriedenheit herrscht“, erklärte Brinkmann. Durchschnittlich bleiben Arbeitnehmer statistisch 25 Jahre in ihrem Pflegeberuf, bevor sie sich wegen körperlichen Beschwerden oder aus anderen Gründen umorientieren. Die Bereichsleiterin weiß aber auch: „Technische Hilfsmittel erleichtern zunehmend den Alltag der Pfleger. Darüber hinaus sind die Weiterbildungsmöglichkeiten gut. Wer einen Pflegeberuf erlernt hat, hat eine gute Basis geschaffen, um sich fortzubilden und Spezial- oder Leitungsaufgaben zu übernehmen – auch in anderen Gesundheitsbereichen. Das wollen wir auf Messen wie diesen deutlich machen.“

Auch Dominik Meis, Vertriebsleiter der Grenzland Sanitätshaus GmbH in Ahaus, hat die Messe als Kommunikationsplattform genutzt. „Wer einmal einen Beruf im Gesundheitsbereich erlernt hat, der bleibt auch in dieser Branche. Eine Weiterbildung ist daher für viele interessant“, meinte er. Insbesondere in der Altersgruppe der 40- bis 50-Jährigen stelle er das immer wieder fest. Das bestätigte auch Heike Minnebusch von der Arbeitsagentur Coesfeld. „Ich habe mit vielen Arbeitnehmern aus der Gesundheitsbranche gesprochen, die sich zum Beispiel nach der Familienphase in diesem Bereich weiterbilden oder sich in Teilzeit wieder in ihrem Job einbringen. Aber auch junge Mütter, die sich noch parallel um ihre Kinder kümmern, können hier zunehmend besser Fuß fassen. Das funktioniert hervorragend“, erläuterte sie und ergänzte: „Die Unternehmen erkennen diese Altersgruppe immer mehr als Fachkräftequelle und stellen sich auf deren Bedürfnisse ein. Bei vielen ist es zum Beispiel möglich, das Kind mit zur Arbeit mitzubringen, wenn keine Kinderbetreuung gewährleistet ist. Gerade die älteren pflegebedürftigen Menschen freuen sich über Abwechslung wie die Gesellschaft von Kindern. Insofern profitieren davon alle Beteiligten.“

Insgesamt zeigten sich die Veranstalter mit der Messe zufrieden: „Das Messekonzept ist aufgegangen und wir haben viel positives Feedback bekommen. Einige Aussteller haben sogar schon Termine für konkrete Bewerbungsgespräche mit einigen Besuchern ausgemacht“, zieht Erich Bernhardt von der Arbeitsagentur Coesfeld ein positives Fazit. Auch im kommenden Jahr will die Agentur die Messe veranstalten.

Von Anja Wittenberg Freitag, 12. Juli 2013
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