April 22, 2019

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Rekordjahr trotz „neuer Normalität“

Velen - „Letztlich ist doch alles gut gegangen.“ Diese Bilanz zog Dr. Wolfgang Baecker aktuell bei der Jahrespressekonferenz der VR-Bank Westmünsterland in Velen. 2012 sei von vielen Unsicherheiten geprägt gewesen, wie der Vorstandsvorsitzende betonte: Zunächst die Staatsschuldenkrisen in Griechenland, Italien oder Spanien, dann die Angst um die Zukunft des Euro und schließlich die Prognose des Maya-Kalenders, der gar das Ende der Welt für den Dezember vorhergesagt hatte. Unbeeindruckt davon erwirtschaftete die VR-Bank 2012 mit einen Vorsteuergewinn von 16 Millionen Euro ein weiteres Rekordergebnis.

Berthold te Vrügt, Dr. Wolfgang Baecker und Georg Kremerskothen (von links) haben die Ergebnisse der VR-Bank vorgestellt.
Foto: Terhörst

„Tatsächlich ist 2012 für uns besser gelaufen als wir das angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Europa erwartet haben. Aber klar ist auch, dass künftig nicht nur rosige Zeiten vor uns liegen“, betonte Baecker. Die Menschen hätten sich zwar an die Entwicklungen rund um die Staatsschuldenkrise gewöhnt, aber die vermeintliche „neue Normalität“ und die Folgen, die sich daraus ergeben, seien noch nicht überall angekommen. Zu dieser „neuen Normalität“ gehöre es eben auch, dass momentan der Staat die Zinshöhe bestimmt und nicht der Markt. „Die daraus resultierenden niedrigen Zinsen sind für viele unserer Kunden nur auf den ersten Blick ein Vorteil. Fakt ist: Die Inflationsrate liegt aktuell bei rund zwei Prozent, also deutlich unter der durchschnittlichen Marktverzinsung, und das Geld auf den Sparkonten verliert unter diesen Bedingungen sukzessive an Wert. Mit anderen Worten: Der Staat entschuldet sich auf Kosten der Sparer“, gab der Vorstandsvorsitzende zu bedenken.

Da die Entschuldung Griechenlands und anderer südeuropäischer Staaten ohne niedrige Zinsen nicht zu erreichen sei, geht der Banker davon aus, dass die Niedrigzins-Politik noch einige Jahre anhalten wird. „Daher müssen wir uns und unsere Kunden darauf einstellen. 2012 war es allerdings immer noch so, dass die Menschen ihr Geld lieber sicher und kurzfristig, zum Beispiel auf dem herkömmlichen Sparbuch, angelegt haben. Entwicklungen wie die am Dax, der 2012 ein Plus von 30 Prozent verbuchen konnte, gingen an den vorsichtigen Sparern komplett vorbei“, räumte Baecker ein. Die Aufgabe der VR-Bank müsse es daher künftig sein, die Kunden durch noch mehr Beratung auf die Chancen und Risiken der „neuen Normalität“ hinzuweisen, so der Vorstandsvorsitzende, der für 2013 daher auf einen Ausbau der Beratungsleistungen in seinem Haus setzt.

Dass die VR-Bank trotz der „neuen Normalität“ 2012 ein solides Ergebnis einfahren konnte, verdeutlichte Vorstandsmitglied Georg Kremerskothen anhand der detaillierten Zahlen. Ein wichtiges Standbein war demnach einmal mehr das Kreditgeschäft. „Mit einem Anteil von 78 Prozent an der Bilanzsumme (Anm. d. Red.: die lag 2012 bei 1,93 Milliarden Euro (plus 3,9 Prozent)) ist das Kreditgeschäft bei uns nach wie vor eine entscheidende Größe“, verdeutlichte Kremerskothen.

431 Millionen Euro hat die VR-Bank 2012 an Neukrediten zur Verfügung gestellt. Damit belief sich das Gesamtkreditvolumen der Bank Ende 2012 auf 1,5 Milliarden Euro (plus 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). 328 Millionen Euro (plus zehn Prozent) flossen allein in die regionale Wirtschaft. „Im Vordergrund standen dabei eher längerfristige Investitionen. Viele Unternehmen haben beispielsweise in Maschinen, Gebäude oder in die eigene Energieautarkie investiert“, so Kremerskothen, der betonte, dass Unternehmer und Privatkunden dabei auch im vergangenen Jahr immer wieder von Förderkrediten profitiert haben. Fast 1.000 Förderkredite mit einem Volumen von gut 94 Millionen Euro, hat die VR-Bank im vergangenen Jahr an ihre Kunden vermittelt.

Einen Anstieg vermeldete Kremerskothen auch bei den Geldanlagen: 1,22 Milliarden Euro (plus 3,6 Prozent) haben die Kunden 2012 bei der Genossenschaftsbank angelegt. „Die größten Wachstumsraten hatten wir auch im vergangenen Jahr bei den Sichteinlagen und dem Tagesgeld. Dort haben die Kunden ihr Geld geparkt, um vermeintlichen Risiken aus dem Weg zu gehen“, erläuterte das Vorstandsmitglied.

Besonders stolz zeigte sich Kremerskothen mit Blick auf das Kundengeschäftsvolumen seiner Bank, das im vergangenen Jahr bei 3,9 Milliarden Euro (plus 3,9 Prozent) lag. Ein Nutznießer der positiven Entwicklung bei der VR-Bank war aber auch 2012 der Fiskus: Fünf Millionen Euro hat die VR-Bank 2012 an Steuern gezahlt.

Einen Großteil des 2012 erwirtschafteten Gewinns – mehr als zehn Millionen Euro – wollen die Verantwortlichen zur Aufstockung des Eigenkapitals verwenden. „Wir stellen uns nach wie vor auf eine wachsende Kreditnachfrage ein. Unsere Kunden bleiben investitionsfreudig und mit der Eigenkapitalerhöhung schaffen wir die dafür erforderlichen Spielräume hinsichtlich der Kreditvergabe“, begründet Kremerskothen. 1,5 Millionen Euro gehen zudem an die 46.000 Mitglieder, die eine Dividende von sieben Prozent erhalten sollen.

Von Michael Terhörst Montag, 21. Januar 2013
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