August 18, 2019

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IHK-Sommerempfang: „Ein Ruck soll durch Westfalen gehen“

Münster – „Ein Ruck soll durch Westfalen gehen.“ Diesen Wunsch äußerte der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen, Dr. Benedikt Hüffer, aktuell (20. August) beim IHK-Sommerempfang in Münster. Vor fast 700 Gästen warb er für ein stärkeres westfälisches Selbstbewusstsein im Wettbewerb mit den beiden Metropolregionen Rheinland und Ruhr.

Wirtschaft im Gespräch mit Politik und Verwaltung beim IHK-Sommerempfang in Münster: (vorne von links) Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe, Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink, Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der Universität Münster, IHK- Präsident Dr. Benedikt Hüffer, Landtagsabgeordneter und FDP-Fraktionsvorsitzender im Landtag Christian Lindner, Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Papke und Ralf Kersting, Präsident der IHK NRW.
Foto: IHK
„Unverkennbare Stärke unserer Region ist und bleibt dabei der Mittelstand“, betonte Hüffer den Wettbewerbsvorteil und schlug deshalb angesichts der internationalen Anerkennung für mittelständische Unternehmen vor: „Wir sollten den Mut haben, zu sagen: Westfalen – Heart of German Mittelstand.“ Der IHK-Präsident hofft auf Mitstreiter und Unterstützer, um die Region gegenüber dem Rheinland und dem Ruhrgebiet besser zu positionieren: „Lassen Sie uns diesen Claim nutzen“, forderte er beim größten wirtschaftspolitischen Netzwerktreffen in Nord-Westfalen vor den Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Westfalen fehle es nicht an guten Nachrichten: „Wir müssen nicht behaupten, dass wir erfolgreich sind: Wir sind es!“ Aber nur wer am lautesten schreie, werde gehört. „Und da sind wir Westfalen wahrlich keine Meister“, stellte Hüffer fest. Wichtig für ein gutes Fundament im Wettbewerb der Regionen sind aus Sicht des IHK-Präsidenten vor allem gut ausgebildete Fachkräfte. Als „kleinen Erfolg“ bezeichnete Hüffer deshalb, dass auch in diesem Jahr wieder fast 10.000 junge Menschen eine Ausbildung in einem IHK-Beruf beginnen. „Die regionale Wirtschaft wird die Zahl der neuen Ausbildungsverträge auf dem Vorjahresniveau halten“, prognostizierte er, „und das trotz sinkender Schulabgängerzahlen und einem anhaltenden Ansturm auf die Hochschulen.“
IHK-Sommerempfang: (von links) IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer, Landesrat Dr. Georg Lunemann, IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing, Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin Regionalverband Ruhr, Regierungspräsident Professor Dr. Reinhard Klenke und Volker Halbauer, General Erstes Deutsch-Niederländisches Corps.
Foto: IHK
Angesichts der zunehmenden Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze im Münsterland und gleichzeitig unversorgter Bewerber in anderen Regionen fragte sich Hüffer: „Wie kommen Schulabgänger und Ausbildungsplätze besser zusammen?“ Neben einer verbesserten Berufsorientierung und der Ausbildungsreife sei dabei die Mobilität der Schulabgänger entscheidend. Gewerbegebiete seien praktisch gar nicht an den Öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen. „Die Studierenden an NRW-Hochschulen haben da ganz andere Möglichkeiten“, bemerkte Hüffer. Die Hochschulen seien mit Bus und Bahn besser zu erreichen als Ausbildungsbetriebe. „Das Semesterticket koste nur einen Bruchteil im Vergleich zu den günstigsten Tarifen für Auszubildende und gilt zudem noch in ganz Nordrhein-Westfalen“, machte er deutlich und forderte: „Attraktive Mobilitätsangebote brauchen wir auch für unsere Azubis!“ Mobilität war auch das Stichwort für den zweiten IHK-Tätigkeitsschwerpunkt, den Einsatz für eine leistungsfähige Infrastruktur. Hüffer forderte deshalb erneut den Aus- und Neubau der Bundesstraße 64 zwischen Münster und Bielefeld. „Nicht nur irgendeine Lösung muss her“, machte er klar, „eine leistungsfähige Lösung muss es sein.“ Davon müsse die Region den Bundesverkehrsminister, „vor allem aber auch die nordrhein-westfälische Landesregierung überzeugen“. Beim Ausbau der Bundesstraße 224 zur A 52 bei Gladbeck hofft der IHK-Präsident, „dass es im Herbst heißt: Wir haben einen Ausbaukompromiss gefunden.“ Vorsichtig optimistisch zeigte er sich beim zweigleisigen Ausbau der Schienenstrecke Münster-Lünen. „So wie es momentan aussieht, wird das Projekt wohl in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen.“
Freitag, 21. August 2015
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