April 23, 2019

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Alternative Richtfunk

Graes/Vreden - Surfen in Lichtgeschwindigkeit. Was für die private Internetnutzung komfortabel ist, ist im Businessbereich immer öfter lebensnotwendig. Schnelle Up- und Download-Geschwindigkeiten sind die Parameter, die zunehmend darüber entscheiden, ob ein Unternehmen effizient und wirtschaftlich arbeiten kann. Im Kreis Borken schreitet der Ausbau des Glasfasernetzes voran. Zunehmend mehr Unternehmen und Haushalte können schnelles Internet nutzen. Dort, wo Anschlussmöglichkeiten kurzfristig noch nicht realisierbar sind, greift immer öfter die Richtfunk-Lösung. So zum Beispiel bei der Rudde & Hunstig IT Systeme GmbH in Graes und der Schmuckmanufaktur Niessing in Vreden.

Christian Rudde, Geschäftsführer von Rudde & Hunstig IT Systeme, freut sich, durch die schnelle Internetleitungen noch besser bearbeiten zu können.
Foto: WFG
Christian Rudde, Geschäftsführer von Rudde & Hunstig IT Systeme, hat sich für schnelles Internet über Funk entschieden. Als der studierte Wirtschaftsinformatiker vor drei Jahren auf dem elterlichen Hof ein Geschäfts- und Wohnhaus errichtete und den Geschäftssitz seines IT-Unternehmens von Münster nach Graes verlagerte, sahen die Voraussetzungen für eine zeitnahe schnelle Internetverbindungen zunächst durchaus gut aus. Das Leerrohrnetz des Kreises Borken reicht direkt bis an den Hof heran. Das Netz des Telekommunikationsanbieters Bornet liegt nur wenige Meter vom Standort entfernt. Nachdem sich jedoch nach über zweijähriger Verhandlungsphase keine für das junge Unternehmen bezahlbare Anschlussmöglichkeit abzeichnete, suchte Rudde nach Alternativen und stieß auf Ralph Holthuis von der Wifi to you GmbH aus Ochtrup. Eine Antennenmessung vor Ort ergab, dass die Übertragungsmöglichkeiten über Richtfunk am Standort ideal sind. „Die Umsetzung war extrem schnell und unkompliziert“, erinnert sich Rudde.

Auf der nahe gelegenen Reithalle wurde eine Antenne montiert, an der sich auch ein Unterverteiler für benachbarte Graeser Unternehmen und Haushalte befindet. Die Antenne empfängt über die Hauptantenne des Anbieters ein Signal. Über das Einwählen durch einen Router entsteht eine Internetverbindung mit Geschwindigkeiten bis zu 30.000 Kilobit pro Sekunde.

Seit Herbst 2013 kann Rudde das schnelle Internet über Richtfunk nutzen und ist mehr als zufrieden. Musste er bisher IT-Projekte zunächst in Graes vorprogrammieren, um sie dann vom Sitz seines Geschäftspartners über eine schnellere Datenleitung in Münster zu versenden, kann er diese Aufgaben mit dem Funkanschluss nun am Stammsitz in Graes erledigen. „Die Up- und Downloadgeschwindigkeiten bei dieser Internetlösung über Funk sind ideal und ermöglichen ein effizientes Arbeiten. Vor allem auch ist nun stetiges Hosting möglich, auch bei Notfalleinsätzen“, resümiert Rudde. Für ihn entfallen Zeit- und Fahrkosten, was sich auch positiv auf die Unternehmensbilanz ausgewirkt habe. „Arbeiten in ländlich idyllischer Umgebung wie im Graeser Außenbezirk – das ist ideal, wenn die IT-Infrastruktur stimmt“, freut sich Rudde. Und der Technische Leiter von Wifi to you, Horsthuis, ergänzt: „Schnelles Internet über Richtfunk ist eine Alternative, überall da, wo Anbindungen ans Glasfasernetz (noch) nicht möglich sind.“ Der Dienstleister ist mittlerweile im Kreis Borken in Graes und Alstätte als auch außerhalb des Kreises tätig.

Nutzen die Richtfunklösung für die schnelle Datenübertragung (von links): Christian Meiners und Nada Urbaitis von epcan sowie Arno Thessing, EDV-Leiter bei Niessing.
Foto: WFG
Bereits seit drei Jahren profitiert auch die Schmuckmanufaktur Niessing in Vreden von schnellen Internetleitungen via Richtfunk. Für eine bessere Anbindung sollte damals die vorhandene Zwei-Mbit-SDSL-Vebindung erweitert werden. „Bei der Vermittlung von großen Datenvolumen aus den Bereichen Gestaltung, Design und Marketing und bei der Anbindung unserer Shops sind wir auf das schnelle Internet angewiesen“, betont EDV-Leiter Arno Thesing. Eine Glasfaserlösung war aufgrund der vorhandenen Infrastruktur allerdings nur unter erheblichem Kostenaufwand umsetzbar gewesen. Daher entschied sich Niessing für eine Anbindung per Richtfunk. „Diese Verbindung ist mit ihrem geringen Installationsaufwand aus Preis-Leistungssicht eine unschlagbare Alternative zu Kupfer oder Glasfaser“, erläutert Thesing. Unterstützung holte sich das Unternehmen bei der epcan GmbH aus Vreden. „Wir hatten schon im Rahmen der NDix-Aktivitäten 2007 mit epcan erste Gespräche über die Verteilung via Funk und Wlan geführt“, blickt Thesing zurück. Doch mit der Antennenlösung allein war es nicht getan. „Wichtig sind vor allem die sogenannten Backbones des Kernnetzes“, erklärt epcan-Geschäftsführer Christian Meiners, der mittlerweile rund 700 Unternehmen im Bereich Internet- und IT-Dienstleistungen betreut.

Um die Richtfunkantenne gestalterisch an das Umfeld anzupassen, wurde sie in den Gebäudefarben der Schmuckmanufaktur lackiert und in Dachnähe positioniert. Von dort wird das Signal zur zentralen Antenne auf der St. Georgskirche in Vreden übertragen. Die Übertragung erfolgte von Anfang an problemlos. So kann Niessing derzeit Übertragungsraten von zehn Mbit pro Sekunde nutzen, die auf 25 Mbit pro Sekunde erhöht werden können.

Donnerstag, 3. Juli 2014
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