April 23, 2019

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„Bionischen Muskel“ mit Zim-Förderung

Ahaus/Gescher/Gronau - Mithilfe der Bionik können wachstums- und beschäftigungssteigernde Innovationen auf den Weg gebracht werden. Genau das haben jetzt die Kremer Machine Systems GmbH (KMS) aus Gescher, die Innotronic GmbH aus Gronau sowie die Projekt Management Hackenfort GmbH (pmh) aus Ahaus-Alstätte getan. Mit wissenschaftlicher Unterstützung der Westfälischen Hochschule Bocholt haben sie ein Projektteam zur Entwicklung einer universell einsetzbaren Spannvorrichtung aus Kohle-Faser verstärktem Kunststoff, um großflächige Bauteile zu transportieren.

Entwickeln den „bionischen Muskels“ mithilfe der Zim-Förderung (von links): Hermann-Josef Raatgering (WFG-Innovationsberater), Reiner Hergarten (Geschäftsführer KMS), Robert Beckmann (Geschäftsführer Innotronic), Swen Grewing (Westfälische Hochschule), Michael Stapelbroeck (pmh), Günter Hackenfort (Geschäftsführer pmh) und Professor Dr.Ing. Peter Kerstiens (Westfälische Hochschule)
Foto: WFG
Die Vorrichtung soll aus mehreren Hundert einzelnen Spannelementen gebildet werden und zum Beispiel im Flugzeugbau zum Einsatz kommen. Als natürliches Vorbild dient dabei der Muskel. So soll das speziell konzipierte Bionik-Spannelement durch Kontraktion und Relaxation eine Bewegung über längere Strecken ermöglichen. Das Projekt ist auf zwei Jahre angesetzt.

Finanzielle Unterstützung bekommen die Projektpartner dabei durch eine Förderung in Höhe von rund 500.000 Euro aus dem „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand“ (Zim), die durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG) vermittelt wurde. Zim ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm für mittelständische Unternehmen und damit kooperierende Forschungseinrichtungen. Noch bis Ende 2014 sollen im Rahmen dessen die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen unterstützt und damit ein Beitrag zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen geleistet werden.

Die für das Förderprojekt notwendigen Vorbereitungsarbeiten waren dabei in diesem Fall deutlich aufwendiger. So wurde für die Förderbeurteilung des bionischen Projektes zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellt und eingereicht. „Eine Erfahrung, die uns weiter in unserem Einsatz für das Regionale-2016-Projekt ‚Haus der Bionik‘ bestärkt“, betont WFG-Innovationsberater Hermann-Josef Raatgering.

Sieben Monate nach dem Projektstart stimmte das Projektteam die weiteren Forschungs- und Entwicklungsschritte ab. Die Ingenieure im Mechatronik Institut Bocholt entwickeln nun eine Simulation für den Spannprozess und analysieren die natürlichen Muskelfunktion für die Übertragung in die Technik. Das Innotronic-Team will ein Regelungskonzept für den Ausfahrprozess der einzelnen Spannelemente erstellen. Der Projektpartner Kremer Machine Systems nimmt insbesondere die Gesamtvorrichtung in den weiteren Entwicklungsfokus. Die Projektmanagement Hackenfort beschäftigt sich vor allem mit der Hubfunktion des Spannelementes nach dem Vorbild Muskel.

Mittwoch, 2. Juli 2014
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