August 18, 2019

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„Eine glänzende Entwicklung“

Velen - „Entgegen der Skepsis, mit der wir Anfang 2017 angesichts anhaltender Niedrigzinsphase und Brexit gestartet sind, hat sich das vergangene Jahr für uns glänzend entwickelt.“ So fasste Dr. Wolfgang Baecker die Ergebnisse der VR-Bank Westmünsterland im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der Bilanzpressekonferenz im SportSchloss Velen zusammen. Der Vorstandsvorsitzende freute sich über einen Rekord-Gewinn von 21 Millionen Euro und über ein Kundengeschäftsvolumen, das 2017 um 270 Millionen Euro (5,7 Prozent) auf fast fünf Milliarden Euro anstieg.

Der Vorstand der VR-Bank Westmünsterland zog Bilanz (von links): Matthias Entrup, Dr. Wolfgang Baecker und Berthold te Vrügt.
Foto: Wittenberg

Das betreute Kundengeschäftsvolumen der VR-Bank Westmünsterland setzt sich zusammen aus 2,4 Milliarden Euro an Krediten und 2,6 Milliarden Euro Geldanlagen der Kunden. „Das ist ein nahezu ausgewogenes Verhältnis und verdeutlicht, dass wir das uns anvertraute Geld auch wieder in die Region investieren“, erklärte Baecker.

Im Kreditgeschäft verzeichnete die VR-Bank 2017 abermals einen Rekordwert von 618 Millionen Euro an neu vergebenen Krediten – das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr. „Das ist auch ein Zeichen dafür, wie gut es der Wirtschaft zurzeit geht“, betonte Vorstand Matthias Entrup. Die Kredite wuchsen sowohl um Firmenkunden- als auch im Privatkundengeschäft um 7,3 Prozent, sodass in der Summe 2,4 Milliarden Euro an Krediten vergeben wurden. Das Geld floss vor allem in den Bau von Windparks und in Immobilien. „Die niedrigen Zinsen haben das Baugeschäft abermals befördert“, erläuterte Entrup.

Das Niedrigzinsumfeld hat im vergangenen Jahr gleichzeitig eine entscheidende Rolle im Geldanlagengeschäft gespielt. Baecker: „Der Trend geht weg vom Sparbuch. Der Kundenbestand an Wertpapieren und Fonds ist 2017 um zehn Prozent auf über 700 Millionen Euro gewachsen.“ In der Summe stiegen die gesamten Kundenanlagen um 4,8 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.

Dr. Wolfgang Baecker, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Westmünsterland, freute sich über das Ergebnis der Bank im vergangenen Jahr.
Foto: Wittenberg

Angesichts dieser Zahlen sieht der Vorstand die VR-Bank Westmünsterland auch für das neue Jahr gut aufgestellt: „Mit einer Eigenkapitalquote von 14 Prozent und dem Rekordgewinn von 21 Millionen Euro können wir unsere Kreditmöglichkeiten weiter ausbauen“, betonte Vorstand Berthold te Vrügt. Nach dem „urgenossenschaftlichen Prinzip“ soll davon auch die Region profitieren: So erhalten die rund 47.000 Mitglieder einen Dividende von 5,5 Prozent. Außerdem fließen Steuern in Höhe von rund fünf Millionen Euro von der VR-Bank an die Städte und Gemeinden.

Gleichzeitig will die Genossenschaftsbank ihr Filialnetz 2018 betriebswirtschaftlich weiterentwickeln, denn: „Nur noch einer von fünf Kundenkontakten erfolgt persönlich in der Filiale. Die meisten Bankgeschäfte wickeln unsere Kunden mittlerweile online ab. Auf dieses veränderte Kundenverhalten wollen wir reagieren“, erklärte Baecker. Konkret heißt das: Für Geldanlagen hat die VR-Bank ein neues digitales Beratungssystem entwickelt. Außerdem soll mit „VRanzi“ eine neue persönliche, digitale Assistentin ihre Arbeit aufnehmen. Dieses System, das schriftlich mit dem Kunden in einem Online-Chat kommuniziert, soll zunächst in der VR-Bank-Filiale in Dülmen-Merfeld getestet werden. Dazu zieht die Merfelder Filiale in die Räumlichkeiten neben der Westfalen-Tankstelle um. „Dort wollen wir dann ein Terminal mit dem VRanzi-System aufbauen, sodass unsere Kunden in der Zeit, in der kein Servicemitarbeiter persönlich vor Ort ist, sich trotzdem beraten lassen können“, erläuterte Baecker. Im Internet sei VRanzi bereits von jedem Ort aus abrufbar. „Wenn es um Fragen geht, die vertraulich geprüft werden müssen, dann gibt das System den Kontakt an eine persönliche Beratung oder einen Live-Chat mit einem unserer Kundenberater weiter“, ergänzt Baecker, der nach der Testphase in Dülmen-Merfeld sukzessive weitere Niederlassungen mit dem System ausstatten will. „Uns geht es nicht darum, unsere Filialen ohne Sinn und Verstand zu schließen, sondern unsere bestehenden Einrichtungen besser zu machen“, betonte der Vorstandsvorsitzende. Vorstandskollege Entrup ergänzte: „Die Filialen sind unsere DNA. Sie sind und bleiben Ankerpunkte für eine Regionalbank.“ Im Zuge dessen sollen 2018 auch die über 360 Mitarbeiter der VR-Bank Westmünsterland, darunter 36 Auszubildende, geschult werden.

Von Anja Wittenberg Dienstag, 16. Januar 2018
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