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VR-Bank Westmünsterland mit neuem Rekordergebnis

Velen – Über ein Ergebnis, das „über Normalniveau“ liegt und zum sechsten Mal in Folge das beste Ergebnis in der Geschichte der VR-Bank Westmünsterland ist, freute sich Dr. Wolfgang Baecker heute (15. Januar) auf der Bilanzpressekonferenz der genossenschaftlichen Bank im Sportschloss Velen.

Stellten die Zahlen der VR-Bank Westmünsterland für 2015 vor (von links): Berthold te Vrügt (Bankdirektor/Generalbevollmächtigter), Georg Kremerskothen (Vorstand), Dr. Wolfgang Baecker (Vorstandsvorsitzender) und Matthias Entrup (Generalbevollmächtigter).
Foto: Wittenberg

„Unser Kundengeschäftsvolumen ist um sieben Prozent auf jetzt 4,6 Milliarden Euro gewachsen, die Bilanzsumme ist um knapp neun Prozent auf 2,3 Milliarden Euro angestiegen. Da unsere Mitglieder und Kunden ihre Geschäfte mit uns weiter ausgebaut haben, konnten wir trotz Niedrigzins, weiter sinkender Margen und deutlich steigender Regulierungskosten unser Rekordergebnis des Vorjahres verbessern“, bilanzierte Baecker.

Die  Summe der von der VR-Bank neu ausgelegten Kredite stieg im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 553 Millionen Euro. „Dieser Höchstwert verdeutlicht die anhaltende und starke Dynamik der heimischen Wirtschaft. In der Summe betragen unsere gesamten Kreditausleihungen nun 2,2 Milliarden Euro, das sind – unter Berücksichtigung der Tilgungen – sechs Prozent mehr als 2014“, verdeutliche Vorstandsmitglied Georg Kremerskothen. Privatkunden investierten vermehrt in private Immobilien – rund 146 Millionen Euro, ein Plus von 30 Prozent. Eine „Erfolgsquelle“ für die VR-Bank bleibe aber weiterhin das Firmenkundengeschäft. Insgesamt 400 Millionen Euro lieh die genossenschaftliche Bank an Unternehmen in der Region aus. „Das sind rund elf Prozent mehr als 2014. Eine Kreditklemme ist also kein Thema“, betonte Kremerskothen. Das Geld floss bei den Unternehmen vor allem in Ersatzinvestitionen. „Die Wirtschaft hat sich eine stabile Lage erarbeitet mit gefüllten Auftragsbüchern und einer hohen Beschäftigungsquote. Dennoch kann sie sich darauf nicht ausruhen. Denn der fallende Ölpreis und die damit einhergehenden günstigen Energiekosten sowie die historisch niedrigen Kreditkonditionen wirken wie Konjunkturdoping – das kann in einer bösen Überraschung enden, wenn Preise und Zinsen wieder steigen“, warnte VR-Bank-Chef Baecker.

Auch bei den Kundengeldanlagen verzeichnete die VR-Bank deutliche Zuwächse: Die Anlagen wuchsen um 7,9 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Im Privatkundengeschäft waren vor allem renditeorientierte Anlagenformen wie Aktien und Wertpapiere gefragt. „Angesichts der Niedrigzinsphase legen viele Kunden ihr Vermögen breitgestreut an. Das Geschäft mit Wertpapieren und Fondseinlagen stieg 2015 um acht Prozent“, erklärte VR-Bank-Chef Baecker.

Unterm Strich übertrifft auch das operative Jahresergebnis der Bank mit 19,9 Millionen Euro  die Erfolgsbilanz aus dem Vorjahr (plus 4,2 Prozent). Maßgebend dafür waren das gestiegene Geschäftsvolumen und eine günstige Risikolage. Die Erträge werden zur Rücklagenstärkung, für die Dividende und Steuerzahlungen verwandt. „Das gute Ergebnis ist auch notwendig, da wir mit steigenden Regulierungskosten und zukünftig allenfalls mit konstanten Zinserträgen rechnen müssen. Genossenschaftsbanken stehen nicht unter dem staatlichen ‚Artenschutz‘. Wir müssen selbst für uns sorgen, und das können wir auch. Schließlich stehen nur bedrohte Arten unter Artenschutz“, kritisierte Baecker das europäische Bankengeschehen. Mit Skepsis sieht er  dem geplanten europaweiten Einlagensicherungsfonds der EU entgegen, in den alle Banken einzahlen sollen und durch den ab 2024 alle Banken im Euroraum für die Kundeneinlagen bei Kreditinstituten haften. „Es kann nicht sein, dass Bürger aus der Region für dubiose Banken in Südeuropa haften. Bevor ein derartiges System in Kraft tritt, müsste jedes Land in der EU erst einmal ein eigenes, nationales Bankensicherungskonzept aufstellen. Wenn das der Fall wäre, bräuchte man ein übergeordnetes System womöglich kaum mehr“, stellte Baecker klar.

Grundsätzlich ist der Bank-Chef jedoch positiv gestimmt für 2016: „Wir sind immer optimistisch, aber nicht blauäugig. Vor einem fairen Wettbewerb machen wir uns nicht bange. Wir sind stark und gut vorbereitet und werden weiter investieren“, betonte er. Da die Region gut aufgestellt sei, sei ein Ergebnis wie im Vorjahr „grundsätzlich wieder möglich“. Allerdings räumte er ein, dass  sich ein „langfristig fortgesetztes künstliches Niedrighalten der Zinsen“ irgendwann auch auf die Ergebnisse der VR-Bank niederschlagen könne.

Neben den wirtschaftlichen Themen rückte der Vorstandsvorsitzende beim Jahrespressegespräch noch ein anderes Thema in den Fokus: die Flüchtlingssituation. Baecker kündigte eine Spende von 40.000 Euro für die Flüchtlingshilfe in der Region an. Die Spende werde in den nächsten Wochen an Hilfs-Institutionen im Geschäftsgebiet der VR-Bank gehen. Im Fokus stehen dabei für die VR-Bank insbesondere integrative Projekte und Aktionen für Flüchtlingskinder.

Info: Über 46.900 Menschen in der Region sind mittlerweile Miteigentümer der VR-Bank. 1.184 neue Mitglieder kamen in 2015 hinzu. An sie schüttet die Bank eine Dividende von insgesamt sieben Prozent aus dem Jahresgewinn aus. 2015 waren fast 400 Mitarbeiter, darunter 40 Auszubildende bei der VR-Bank Westmünsterland tätigt.

Von Anja Wittenberg Freitag, 15. Januar 2016
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