Die Verwaltung von morgen planen

Lüdinghausen - Die Digitalisierung verändert ganz unterschiedliche Lebensbereiche grundlegend – und wirkt sich dabei auch auf die Kommunen und ihre tägliche Praxis aus.

Kommunale Digitalisierungsfachleute tauschten sich auf Burg Vischering aus.
Quelle: Pressestelle des Landrats Coesfeld

Bürgermeister, kommunale Vertreter und Experten der kreisangehörigen Städte und Gemeinden, des Kreises Coesfeld und des kommunale Rechenzentrums citeq aus Münster haben sich daher auf der Burg Vischering in Lüdinghausen getroffen, um sich über eine gemeinsame Strategie für die Verwaltung der Zukunft auszutauschen.

Im Fokus stand zunächst die „Digitalisierung von Dienstleistungen“ – also der digitale Zugang der Bürger in die Rathäuser und das Kreishaus. Dabei ging es um die Bereitstellung von digitalen Dienstleistungen auf einem einheitlichen Bürgerportal. Münsterlandweit soll das Behördeninformationssystem der regio.IT Aachen als Plattform genutzt werden, das die citeq in Münster betreibt. Neben einer Information zum aktuellen Stand der Einführung des Serviceportals ging es auch um Fragestellungen, wie sich Bürger im Portal sicher authentifizieren können und wie eine elektronische Bezahlung abgewickelt wird. Die Daten der Bürger sollen direkt in die Verwaltung gelangen. Ziel seien bürgerfreundliche Prozesse, damit Verwaltungsdienstleistungen schnell, kostengünstig und ohne Umwege digital abgewickelt werden. Das soll den Bürgern die oft aufwendigen Behördengänge ersparen. Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau betonte: „Hier gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine gewinnbringende interkommunale Zusammenarbeit.“

Im zweiten Teil des Austausches ging es um die Digitalisierung der internen Verwaltungsabläufe, zum Beispiel durch digitale Akten. Neben der reinen elektronischen Erfassung von Akten nimmt die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen dabei einen immer größeren Stellenwert ein.
„Die Abstimmung auf eine gemeinsame Vorgehensweise mit einheitlichen Standards in allen Verwaltungen ermöglicht es, voneinander zu lernen, Digitalisierungsprojekte arbeitsteilig umzusetzen und letztlich die interkommunale Zusammenarbeit weiter zu stärken“, fasste Gilbeau zusammen.


 

Montag, 8. April 2019