August 7, 2020

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Für eine bessere Mobilität auf dem Land: 4,8 Millionen Euro für den Kreis Coesfeld

Düsseldorf/Kreis Coesfeld – Das Modellprojekt „Münsterland Express“ aus dem Kreis Coesfeld gehört zu insgesamt 15 Projekten aus NRW, die das Land im Rahmen von „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ finanziell fördert.

von links: NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Bürgermeister Sebastian Täger und Kreisdirektor Dr. Linus Tepe
VM NRW/M. Keppler

Verkehrsminister Hendrik Wüst überreichte zwei Förderbescheide an Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Insgesamt rund 4,8 Millionen Euro werden künftig in das Projekt fließen.

Der „Münsterland Express“ soll vor allem Berufspendler auf dem Land dazu bringen, das Auto häufiger stehen zu lassen und auf den Bus umzusteigen. „Das Auto darf nicht die einzige Möglichkeit sein, sich auf dem Land fortzubewegen“, betonte Wüst. „Deshalb muss der ÖPNV im ländlichen Raum und in Einzugsgebieten unserer Städte besser werden. Digital vernetzte Angebote, die auf den Bedarf der Menschen abgestimmt sind, machen Bus und Bahn attraktiver. Der ‚Münsterland Express‘ ist ein vielversprechendes Projekt im Kreis Coesfeld für eine bessere Mobilität. Das unterstützen wir gerne.“

Ziel im Kreis Coesfeld: Ein besseres ÖPNV-Angebot, mit dem die Menschen häufiger und schneller unterwegs sein können. Die bereits existierende Schnellbuslinie S90 soll durch den Expressbus X90 ergänzt werden, so dass künftig pro Stunde zwei bis vier Fahrten angeboten werden können, statt bislang ein bis drei. Jede Fahrt wird dank eines begradigten Linienweges um etwa 15 Minuten kürzer (58 statt 75 Minuten).

„Damit realisieren wir die S-Bahn auf der Straße. Die sonst nur aus Großstädten bekannte dichte Taktung bietet den Kundinnen und Kunden eine ganz neue Flexibilität – mit einem Expressbus im Viertelstundentakt. So stellen wir uns die Mobilität der Zukunft im Münsterland vor: schnell, komfortabel und vernetzt von A nach B kommen. Wer vom Auto umsteigt, tut gleichzeitig etwas für die Umwelt“, erklärte Schulze Pellengahr. Und: Die Menschen in der Gemeinde Senden sollen von mehreren innovativen Mobilitätsangeboten profitieren, um den „Münsterland Express“ schnell und komfortabel zu erreichen. On-Demand-Shuttledienste und Mobilstationen, an denen Angebote wie Car-, Bike- und E-Scooter-Sharing miteinander vernetzt werden, sollen in Senden eingerichtet und erprobt werden, um es den Menschen zu erleichtern, mit dem ÖPNV mobil zu sein. Die Tickets für diese Angebote sollen einfach und bequem über eine barrierefreie digitale Plattform oder App gebucht werden können.

Das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat in dem Landeswettbewerb „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ Kommunen, kommunale Zweckverbände und SPNV-Aufgabenträger aufgefordert, innovative Konzepte für einen besseren Öffentlichen Personennahverkehr auf dem Land zu entwickeln. In Modellprojekten soll gezeigt werden, wie in ländlich geprägten oder suburbanen Räumen der ÖPNV besser werden kann.

Bis zum Jahr 2023 stellt das Land dafür insgesamt 30 Millionen Euro bereit. 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten können gefördert werden. Die maximale Höhe der Zuwendung beträgt fünf Millionen Euro für ein Projekt. Insgesamt wurden 38 Projektvorschläge eingereicht und in einer Jurysitzung im Februar 2020 bewertet. Dabei wurden 15 Projekte für eine Landesförderung ausgewählt. Der „Münsterland Express“ ist ein ausgezeichnetes Projekt aus diesem Wettbewerb.

 

Dienstag, 30. Juni 2020
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