April 23, 2019

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„Wir haben dem Wetter getrotzt“

Münster - Dauerhitze, kaum Regen und wochenlanger Sonnenschein – der lange Sommer hat dem Agrarhändler Agravis das vergangene Geschäftsjahr nicht einfach gemacht. Aber: „Wir haben dem Wetter getrotzt und ein respektables Ergebnis erreicht“, erklärte Agravis-Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff bei der Bilanzpressekonferenz in Münster. Das Unternehmen hat 2018 einen Umsatzsprung auf 6,6 Milliarden Euro (plus 2,2 Prozent) und ein Vorsteuerergebnis von 30,4 Millionen Euro (plus 20,2 Prozent) erzielt.

Der Agravis-Vorstand zog Bilanz (von links): Johannes Schulte-Althoff, Maria-Johanna Schaecher und Dr. Dirk Köckler
Foto: Wittenberg

Die Trockenheit führte im Getreidewirtschaftsjahr (Juli 2018 bis Juni 2019) zu einer schwachen Ernte und damit auch zu einem geringeren Verkauf von Dünger- und Pflanzenschutzmitteln geführt. „Das kostet uns rund 40 Millionen Euro im Ergebnis vor Steuern“, betonte Schulte-Althoff. So ist der Umsatz bei Agravis im Geschäftsfeld „Pflanzen“ im Vergleich zu 2017 um drei Prozent auf 2,78 Milliarden Euro aufgrund der Trockenheit gesunken.

In den anderen vier Geschäftsfeldern hat das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr allerdings durchweg Zuwächse erzielt. So stieg der Produktumsatz im Bereich „Tiere“ um sieben Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Agravis hat dabei Marktanteile durch die Übernahme von Mischfutterproduktionsstandorten in Neuss und Wiesbaden sowie durch den Ausbau des Spezialfuttergeschäfts gewonnen. Im Segment „Technik“ erzielte Agravis eine Umsatzsteigerung von sechs Prozent auf insgesamt 946 Millionen Euro. „Ausschlaggebend dafür war die Ausweitung unserer Vertriebsaktivitäten im Neumaschinengeschäft, aber auch unsere erfolgreiche Gebrauchtmaschinen-Vermarktung. Das erste Halbjahr 2018 lief dabei sehr gut, danach gab es eine spürbare Investitionszurückhaltung in der Landwirtschaft durch die Trockenheit in der zweiten Jahreshälfte“, erklärte der Finanzvorstand. Im Geschäftsfeld „Märkte“ erreichte das Unternehmen einen Produktumsatz von 285 Millionen Euro und damit elf Prozent mehr als 2017. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem die Integration des Baustoffhandels und der Raiffeisen-Märkte der RWZ Rhein-Main. Im Bereich „Energie“ stieg der Umsatz um fünf Prozent auf 1,24 Milliarden Euro. „Das Plus haben wir insbesondere aufgrund der gestiegenen Energiepreise, vor allem zum Ende des Jahres, aber auch durch die positive Entwicklung im Tankstellengeschäft erzielt“, erläuterte Schulte-Althoff.

Der neue Vorstandsvorsitzende bei Agravis: Dr. Dirk Köckler
Foto: Wittenberg

Im laufenden Jahr will Agravis vor allem die Themen Bio und Digitalisierung in den Fokus rücken. „Bio-Lebensmittel sind ein Wachstumsmarkt. Laut Deutschem Bauernverband können sich 17 Prozent der Landwirte vorstellen, auf Bio umzusteigen. Wir sehen hier großes Potenzial“, erläuterte Vorstandsmitglied Maria-Johanna Schaecher. Agravis plant daher, die Angebote für die Bio-Landwirtschaft, also zum Beispiel Bio-Futtermittel und Bio-Betriebsmittel, in einer eigenen Gesellschaft zu bündeln.

Ausbauen will Agravis auch die Kompetenzen im digitalen Geschäft. Ziel sei es, die digitalen Schwerpunkte des Unternehmens wie Webshops, Beratung und Services sowie das Daten- und Informationsmanagement in der zentralen Plattform myfarmvis zu bündeln.

Mit Blick auf das Jahr 2019 geht der Vorstand von einer stabilen Umsatzentwicklung aus. „Wir werden im ersten Halbjahr die Auswirkungen der Trockenheit noch spüren. Bis zur Ernte haben wir noch eine Durststrecke vor uns“, war sich Finanzvorstand Schulte-Althoff sicher. Insgesamt rechnen die Verantwortlichen – ein normales Erntejahr vorausgesetzt – mit einem Umsatz von 6,5 Milliarden Euro bei einem Ergebnis vor Steuern von mindestens 30 Millionen Euro. „Das ist unter den jetzt schon bekannten Voraussetzungen und den nach wie vor fehlenden Erträgen als Nachwirkung aus der Trockenheit 2018 ein gutes, stabiles Ergebnis“, ergänzte Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Köckler.

Info:
Dr. Dirk Köckler ist seit März dieses Jahres neuer Vorstandsvorsitzender bei Agravis. Er folgte auf Andreas Rickmers, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hatte. Auslöser war die unterschiedliche Auffassung über die weitere strategische Ausrichtung und Organisation der Agravis-Gruppe. Der Aufsichtsrat des Unternehmens und der bisherige Vorstandsvorsitzende Rickmers haben sich „im besten Einvernehmen geeinigt, die weitere Zusammenarbeit zu beenden“, heißt es in einer Pressemeldung des Unternehmens. Rickmers hatte erst Anfang 2017 den Chefsessel übernommen. Der 52-jährige Köckler war zuletzt vorsitzender Geschäftsführer der Raiffeisen Waren GmbH in Kassel.

Von Anja Wittenberg Freitag, 29. März 2019
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