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Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: „Der Aufwand hat sich voll gelohnt“

Bocholt/Terborg – Rund 40 Vertreter von niederländischen und deutschen Unternehmen und Institutionen haben sich auf Einladung des Internationalen Netzwerkbüros zu einem Unternehmerfrühstück in der Technischen Fachschule Anton Tijdink in der benachbarten niederländischen Gemeinde Terborg getroffen.

Vertreter von niederländischen und deutschen Unternehmen haben sich auf Einladung des Internationalen Netzwerkbüros zu einem Unternehmerfrühstück in der Technischen Fachschule Anton Tijdink in der niederländischen Gemeinde Terborg getroffen. Dort besichtigten sie auch die Lehrwerkstatt, Abteilung Zerspannung.
Foto: Wirtschaftsförderung Bocholt

Ziel der Veranstaltung, die die Wirtschaftsförderung Bocholt und der Gemeinde Oude IJsselstreek organisiert haben, war es, die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen beruflichen Schulen und Unternehmen in der Region aufzuzeigen. Mike Broekhuizen, Leiter der technischen Fachschule Anton Tijdink, sowie Horst te Wilde, Leiter des Berufskollegs Bocholt-West, referierten daher zum Thema „Innovationen in einem angespannten Arbeitsmarkt: Was bedeutet berufliche Bildung für Ihr Unternehmen“.

Beide Schulen beschäftigen sich mit der Ausbildung von Jugendlichen für einen beruflichen Abschluss und mit der Umschulung und Weiterbildung von Arbeitnehmern. „Wir entwickeln uns dabei von einer Ausbildungsstätte in Richtung einer Plattform für berufliche Wissensentwicklung und -vermittlung. Und das Besondere hieran ist: Das geschieht auch grenzüberschreitend und im gegenseitigen Austausch, um voneinander zu lernen“, äußerten beide Schulleiter unisono.

„Wir selber können die komplette hochspezialisierte industrielle Praxis fachlich gar nicht abbilden“, erläuterte te Wilde und folgerte daraus, dass „es notwendig ist, dass sich Unternehmen in der Berufsbildung engagieren, was Inhalte, Form und Ausführung angeht.“ „Nur so erfahren wir, welche konkreten und praktischen Bedarfe die Betriebe bezüglich der Aus- und Weiterbildung haben und nur so kann der Abstand zwischen Bildungseinrichtungen und betrieblicher Praxis so gering wie möglich gehalten werden“, pflichtet ihm Broekhuizen bei. Man pflege unlängst einen intensiven Austausch mit den Unternehmen in der Region, und das auch grenzüberschreitend. „Dazu gehören dann auch zum Beispiel Betriebsbesichtigungen mit den Klassen.“, ergänzte te Wilde. Beide Leiter zeigten dann anhand konkreter Beispiele auf, dass man permanent an der grenzüberschreitenden Anerkennung von Diplomen arbeite, da es insoweit immer noch etliche Unterschiede in beiden Systemen gebe.

Anschließend berichteten Koen Mentink, Geschäftsführer der Firma Hittech Bihca aus Winterswijk, und Ulrich Grundwald, Geschäftsführer der Firma Grunewald, über ihre praktischen Erfahrungen bei der Suche, Einstellung, Beschäftigung und Qualifizierung von ausländischen Fachkräften. Mentink schilderte positive Erfahrungen mit der Beschäftigung von syrischen Mitarbeitern. „Jedes Unternehmen sollte möglichst permanent in die eigene Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern investieren, und zwar auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten“, empfahl Mentink. Grunewald berichtete über die Einstellung von zwei spanischen Fachkräften. Über ein Berufskolleg in Spanien seien ihm vor einiger Zeit zwei junge spanische Fachkräfte vermittelt worden, die dann für zwei Monate in seinem Unternehmen ein Praktikum und gleichzeitig Deutsch-Sprachkurse gemacht hätten. „Anschließend haben wir beiden eine Ausbildung in unserem Unternehmen angeboten, die sie dann mit gutem Erfolg abgeschlossen haben. Beide arbeiten seither voll integriert in unserem Unternehmen“, erklärte Grunewald. Man habe einen nicht unerheblichen Aufwand betrieben, um die Neulinge dabei zu unterstützen, in Bocholt sesshaft zu werden, so unter anderem bei der Wohnungssuche und dem Erlernen der deutschen Sprache. „Im Nachhinein kann ich sagen, dass sich der Aufwand, den wir betrieben haben, voll gelohnt hat“, ist Grunewald überzeugt.

Im Anschluss an die Vorträge besuchten die Gäste die Lehrwerkstatt der Anton Tijdink Fachschule. Auszubildende und Ausbilder demonstrierten virtuelles Schweißen und einen Schweißroboter in Kombination mit einem 3D-Metalldrucker. In der Abteilung Zerspannung wurde den Gästen eine innovative Lernmethode vorgestellt: sogenanntes integriertes hybrides Lernen.

„Die Veranstaltung hat aufgezeigt, wie wichtig es ist, dass berufliche Schulen und Unternehmen intensiv zusammenarbeiten. Auch das trägt dazu bei, dem Fachkräftedefizit entgegenzuwirken“, resümierten Myriam Bergervoet und Wendelin Knuf vom Internationalen Netzwerkbüro.

Donnerstag, 22. November 2018
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