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Kreis Warendorf: Grünes Licht für den Breitbandausbau im Außenbereich

Warendorf - Einen weiteren Schritt in Richtung Breitbandausbau in den Außenbereichen macht jetzt der Kreis Warendorf: Wegbereiter ist eine überarbeitete Förderrichtlinie des Bundes für den Breitbandausbau, die Andreas Scheuer, der Bundesminister für Verkehr und Infrastruktur, am Dienstag (3. Juli) vorgelegt hat.

Unmittelbar nach Abschluss des Koalitionsvertrages hatte sich Landrat Dr. Olaf Gericke in Berlin für ein Glasfaser-Update für den Kreis Warendorf eingesetzt. Mit Erfolg, wie sich am Dienstag (3. Juli) zeigte.
Foto (Quelle): Kreis Warendorf

„Kommunen, die bislang auf eine Kupfertechnologie gesetzt haben, bekommen die Möglichkeit für ein Technik-Upgrade. Sie können ihr Projekt noch bis Jahresende 2018 auf Glasfaser umstellen“, teilte Scheuer mit.

Darüber freuten sich Landrat Dr. Olaf Gericke und gfw-Geschäftsführerin Petra Michalczk-Hülsmann: „Damit haben wir grünes Licht für den Netzausbau im Außenbereich des Kreises, den wir nun wie erhofft mit Glasfaser versorgen können. Unsere Beharrlichkeit und Geduld haben sich ausgezahlt“, erläutert Gericke.

Ab dem 1. August besteht die Möglichkeit, die Anträge zu stellen. „Pünktlich zu diesem Termin werden wir unseren Änderungsantrag stellen. Das Ministerium hat eine schnelle und unbürokratische Bearbeitung zugesagt, von daher hoffen wir, schon nach wenigen Monaten ausschreiben zu können“, so der Landrat. Danach können alle noch verbliebenen „weißen Flecken“ im Kreis, die derzeit nur eine verfügbare Bandbreite von unter 30 Megabit pro Sekunde haben, an das Gigabit-Netz angeschlossen werden.

In seinem ursprünglichen Antrag hatte auch der Kreis Warendorf auf Kupferkabel gesetzt. Dafür hätte die Wirtschaftlichkeitslücke etwa 60 Millionen Euro betragen, wovon der Bund 50 und das Land 40 Prozent als Förderung übernommen hätten. Für den reinen Glasfaser-Ausbau verdoppelt sich nun die Summe auf 120 Millionen Euro – entsprechend steigen auch die Förderanteile von Bund und Land.

„Für den Außenbereich bei uns ist die neue Richtlinie ein echter Fortschritt. Aber auch die bereits etwas besser versorgten Gebiete im Kreis können mittelfristig auf weitere Fördermittel hoffen. Der Bund stockt hierfür den Bundesanteil entsprechend auf. Die Länder können den höheren Eigenmittelbeitrag der Kommune übernehmen“, so Gericke, der den heimischen Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup und Reinhold Sendker sowie dem kommunalen Spitzenverband in Düsseldorf und Berlin für ihren Einsatz in dieser Sache dankte.

Donnerstag, 5. Juli 2018
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