Wed Feb 20 11:10:29 CET 2019

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Refined Laser Systems gewinnt Businessplan-Wettbewerb

Greven – Das Start-up Refined Laser Systems aus Münster hat den besten Businessplan des Münsterlandes und gewann damit den Gründergeist Wettbewerb, den ersten Businessplan-Wettbewerb in der Region.

Dr. Tim Hellwig, Dr. Max Brinkmann, Dr. Eva Döpker und Christoph Seidenstücker (von links) haben den besten Businessplan des Münsterlandes geschrieben und mit ihrem Start-Up Refined Lasersystems den ersten Gründergeist Wettbewerb gewonnen. Klaus Ehling (Vorstand des Münsterland e.V., links), und Laudatorin Jeannine Budelmann (Budelmann Elektronik GmbH, rechts) gratulierten.
Foto: Münsterland e.V.

Das Team mit Dr. Max Brinkmann, Dr. Tim Hellwig, Dr. Eva Döpker und Christoph Seidenstücker hat ein innovatives Lasersystem für den medizinischen Bereich entwickelt. Das Preisgeld von 10.000 Euro können sie nun in die nächsten Schritte investieren. „Im Businessplan zeigt das Team sehr aussagekräftig, wie hervorragend die Vernetzung und Ressourcennutzung durch die Ausgründung aus dem Excellenzcluster Cells in Motion der WWU Münster ist und wie überzeugend die Zusammensetzung des Teams anhand ihrer beruflichen Qualifikationen ist“, sagte Jurymitglied Jeannine Budelmann von der Firma Budelmann Elektronik in ihrer Laudatio.

Fünf Finalisten hatten im Kulturzentrum GBS in Greven um den Sieg und insgesamt 18.000 Euro Preisgeld gekämpft. Veranstalter des Wettbewerbs war das regionale Verbundprojekt Gründergeist@Münsterland unter Federführung des Münsterland e.V. Eine zehnköpfige Expertenjury hatte die Businesspläne bereits im Vorfeld bewertet. Den letztendlichen Ausschlag über die Platzierungen gaben jedoch die Live-Pitches der fünf Finalisten am Abend, die zu einem Fünftel in die Gesamtwertung einflossen. Rhetoriktrainerin Dr. Elisa Franz hatte die Finalisten in der Woche zuvor darauf vorbereitet. In fünf Minuten präsentierten die Gründer ihr Vorhaben bestmöglich und stellten sich schließlich weitere fünf Minuten den Fragen der Jury und des Publikums.

„Mit unserem Businessplan Wettbewerb wollen wir das Image des Geschäftsplans verbessern und zeigen, dass er mehr als bloßes Zahlenwerk ist“, erklärte Projektleiterin Monika Leiking vom Münsterland e.V. Rund 60 Gründer und Gründerteams mit unterschiedlichen Ideen und aus verschiedenen Branchen haben beim Wettbewerb mitgemacht. „Genau diese Vielfalt ist die große Stärke unserer Region, die sich mit ihrem umfassenden Beratungsangebot bewusst für Gründer stark macht, um die Gründerintensität trotz der guten Arbeitsmarktlage zu erhöhen“, betonte Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V.

So überzeugte der zweite Sieger des Businessplan-Wettbewerbs die Jury mit seiner Gründung in einem völlig anderen Segment als das Start-Up Refined Laser Systems: die Firma Prachtburschen aus Münster, ein Kosmetikstudio, das sich allein um die Pflegebedürfnisse von Männern kümmert. Christoph Wendt und Michael Gebhardt haben eine Marke mit hohem Wiedererkennungswert entwickelt – und können ihr vor knapp zwei Jahren gegründetes Kosmetikstudio mit dem Preisgeld von 5.000 Euro nun weiter am Markt etablieren. „Ein guter Blick für Optiken, intensive Marktrecherche und ein hervorragend ausgearbeitetes Vertriebsmanagement sowie ein Team, in dem Fachwissen aus der Kosmetikbranche gepaart mit betriebswirtschaftlichem Background ist: Das sind überzeugende Voraussetzungen für diese Gründung“, erklärte Jurymitglied Thomas Harten, Geschäftsführer der Handwerkskammer Münster, in seiner Laudatio.

Eine Lösung für das globale Problem von verunreinigtem Trinkwasser hatten die Drittplatzierten des Wettbewerbs, Lars Trappe und Kirstin Skibba aus Havixbeck. Auf ihr Konto fließen aber nicht nur die 2.000 Euro Preisgeld, sondern weitere 1.000 Euro. Denn das Team gewann auch den Publikumspreis für den besten Pitch. Das von ihnen entwickelte Wasseraufbereitungssystem what-a-bird filtert aus Trinkwasser in Kanistern, wie sie vor allem in Subsahara-Afrika genutzt werden, nahezu 100 Prozent der Bakterien heraus. Ohne Wartezeit, ohne Chemie und Elektrizität. „Lars Trappe und Kristin Skibba stellen in ihrem Businessplan überzeugend dar, dass sie nicht nur vor Ort den Markt recherchiert, sondern auch den Nutzen getestet und bereits Kunden akquiriert haben“, erklärte Jurymitglied Birgit Neyer, Sprecherin der Startercenter00 NRW.

Ein weiteres gelungenes Beispiel für eine Gründung als Betriebsübernahme ist der Businessplan von Eike Siebels, den die Jury mit dem vierten Platz auszeichnete. Er erhielt ein Tablet als Preis. „Mit der Herstellung von individuellen Möbeln aus hochwertigen, nachhaltigen Materialien setzt Eike Siebels mit seiner Tischlerei Signatur Echtholz die Philosophie des Altinhabers fort, der sich über zwei Jahrzehnte in der Region um Nottuln einen sehr guten Ruf in der Anfertigung von Einzelmöbeln erworben hat“, erklärte Hubert Overesch, Vorstand der VR-Bank Kreis Steinfurt, die gemeinsam mit der der Vereinigten Volksbank Münster den Wettbewerb als Sponsor unterstützt hatte.

Von der Pike auf durchdacht und umgesetzt ist der Businessplan von Vuk Mladzic. Sein Institut für Chinesische Medizin in Borken setzt dort an, wo die Schulmedizin an ihre Grenzen gelangt. Elisabeth Leidinger von der NRW.Bank, die Wettbewerb ebenfalls als Sponsor unterstützt hatte, gratulierte dem Halterner zum fünften Platz und überreichte ihm ebenfalls ein Tablet als Preis. „Der Businessplan von Vuk Mladzic zeichnet sich durch eine detaillierte und gut nachvollziehbare Preisgestaltung aus. Er hat ebenfalls sehr gründlich die Markteinführung seines Angebots, Kommunikationsvorhaben und Vertriebskanäle recherchiert und überzeugend dargestellt“, erklärte Leidinger in ihrer Laudatio.

Die Umsetzung des Gründergeist Wettbewerbs, der mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Mitteln des Landes NRW gefördert wird, wird zusätzlich von der NRW.Bank, der VR-Bank Kreis Steinfurt, der Vereinigten Volksbank Münster und der Volksbank Greven finanziell unterstützt. Schirmherr ist NRW-Wirtschaftsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart.

Montag, 28. Januar 2019
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