Wed Oct 17 17:45:49 CEST 2018

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Osnabrücker Elektrobauer „ebm“ für vorbildliche Ausbildungsarbeit ausgezeichnet

Osnabrück – Die Arbeitsagentur hat das Osnabrücker Elektrobau-Unternehmen „ebm GmbH & Co. KG“ mit dem agentureigenen „Ausbildungszertifikat 2017/2018“ ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die Arbeitsagentur seit 2017 jährlich Unternehmen (jeweils eins aus Stadt und Landkreis), die sich besonders um das Thema Ausbildung verdient machen und junge Menschen nachhaltig unterstützen, einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben zu schaffen. Der Preisträger bemühe sich vom Kennenlernen der Bewerber bis zum Ende der Ausbildung ganz besonders um seine Nachwuchskräfte, so die Begründung für die Auszeichnung. Weiterhin gebe er auch „Schwächeren“ eine Chance. Beide Aspekte seien mitentscheidend dafür, gute junge Leute für den eigenen Betrieb zu finden.

Freuten sich über die Auszeichnung (von links): Theresa Wittwer (Ausbildungsvermittlerin, Agentur für Arbeit), Christiane Fern (Vorsitzende der Geschäftsführung, Agentur für Arbeit), Andreas Ennen, Peter Forkert (beide Geschäftsführer der ebm GmbH & Co. KG) und Gabriele Brümmer (Personalentwicklerin, ebm GmbH & Co. KG).
Foto: Agentur für Arbeit

„Bei vielen Bewerbern ist das Potential nicht unbedingt auf den ersten Blick ersichtlich“, erklärt Christiane Fern, die Chefin der Osnabrücker Arbeitsagentur. „Es wäre aber töricht, diese von vornherein außer Acht zu lassen. Denn es kommt oft vor, dass diejenigen, die in der Schule nicht so klargekommen sind, in der Ausbildung aufblühen. Damit das klappt, muss ein Betrieb natürlich einiges an Herzblut und Engagement investieren. Aber ‚ebm‘ ist damit gut gefahren. Die tollen Ergebnisse und die motivierten Azubis sprechen für sich. Daher ist die Auszeichnung mehr als verdient.“ Die Arbeitsmarktexpertin ließ es sich auch nicht nehmen, das Zertifikat persönlich zu überreichen.

„Wir haben dieses Jahr zehn Azubis eingestellt“, erklärt Andreas Ennen, Geschäftsführer von „ebm“. „Die Bewerbungsgespräche sind Chefsache, die Entscheidung kann dann auch mal eine Bauchentscheidung sein. Es müssen nicht immer die perfekten Kandidaten sein. Wir haben zum Beispiel mal eine Schülerin mit eher schwachen Noten eingestellt, die dann später sogar Innungssiegerin geworden ist.“ Wichtig sei dem Unternehmen bei Bewerbern vor allem Interesse, Motivation und Zuverlässigkeit. Diese Offenheit habe „ebm“ eine Multi-Kulti-Belegschaft gebracht. Derzeit absolvieren zwei Geflüchtete aus Eritrea und dem Iran ihre Ausbildungen. Weitere der insgesamt gut 160 Mitarbeiter kommen aus Pakistan, dem Libanon, aus Syrien und Kenia.

Diese kulturelle Vielfältigkeit gelte es, unter einen Hut zu bringen. So bemühe sich der Betrieb um eine starke Bindung zu und unter den Kollegen. „Das ist die Grundlage für unseren Erfolg“, unterstreicht Ennen. „Unsere Mitarbeiter sollen sich hier wohlfühlen, sich gut integrieren und uns zeigen, dass wir uns auf sie verlassen können.“ Ein wichtiger Punkt sei dafür, dass alle Kollegen sich in deutscher Sprache unterhielten – wegen der Bindung untereinander, aber auch wegen lebenswichtiger Sicherheitsanweisungen im Alltagsgeschäft.

Seinen Azubis biete „ebm“ diverse Vergünstigungen, darunter Monatskarten für Bus und Bahn, die Übernahme von zwei Dritteln der Kosten für ein Fitnessstudio oder eine kostenlose Erstausrüstung mit Arbeitskleidung. Als zertifizierter „familienfreundlicher Arbeitgeber“ unterstütze „ebm“ die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit flexiblen Arbeitszeiten. Darüber hinaus könnten sich die Azubis jeden Monat zwanzig Euro extra verdienen, wenn sie stets pünktlich seien, ihre Werkzeugkiste ordentlich und vollständig hielten oder ihr Berichtsheft gut führten. „Viele Umgangsformen, die Azubis heute nicht mehr mitbringen, waren früher selbstverständlich“, so Ennen. „Wir nutzen daher einen ‚Azubiknigge‘, damit die jungen Leute beispielsweise auch mal einem Kunden beim Gespräch ins Gesicht schauen.“

Potenzielle Azubis findet „ebm“ vor allem durch Direktmarketing bei diversen Messen, aber auch durch Kooperationen mit verschiedenen Schulen, etwa der Sophie-Scholl-Schule oder der Gesamtschule Schinkel. Häufige Anfragen gebe es vor diesem Hintergrund für Berufsinfotage – gerade in den achten und neunten Klassen. „Wir sind sehr umtriebig“, so Ennen. „Mittlerweile geben wir für Personalmarketing ähnlich viel aus wie für das restliche Marketing.“ Offenbar mit Erfolg – bei einer kleinen Einschränkung. Ennen: „Es wäre schön, wenn wir auch mehr junge Frauen für uns begeistern könnten.“

Freitag, 21. September 2018
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