Mon Dec 17 04:58:33 CET 2018

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Flores Medizintechnik plant Gesundheitszentrum in Afrika

Ankum – Peter Bergmann hat ein Faible für Afrika. Der Geschäftsführer des Unternehmens Flores Medizintechnik in Ankum hat über private Kontakte mehrere Reisen auf den Kontinent unternommen und dabei medizinische Hilfsgüter transportiert oder vermittelt: von Medikamentenlieferungen über medizintechnisches Gerät bis hin zu einem ausgedienten Krankenwagen. Jetzt sieht er die Chance, durch den Aufbau eines Gesundheitszentrums an der Elfenbeinküste karitatives Engagement mit Geschäftsinteressen zu verbinden.

Peter Bergmann, Geschäftsführer des Ankumer Unternehmen Flores Medizintechnik (Mitte) zeigt Thomas Serries vom UnternehmensService der Wigos (links) und Dr. Felix Bruns vom Verein „Nachhaltig gegen Hunger“ sein Unternehmen.
Foto: WIGOS / Kimberly Lübbersmann

„Wenn wir Fluchtursachen bekämpfen wollen, müssen wir Arbeitsplätze vor Ort schaffen“, schilderte Bergmann Thomas Serries von der Wigos Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land bei einem Unternehmensbesuch seine Beweggründe. Entstehen sollen in einem ersten Schritt eine Dialyse- und eine Rettungsstation in der mit fünf Millionen Einwohnern größten Stadt Abidijan. Außerdem ist eine mobile Augenarztpraxis in Planung.

In Dr. Felix Bruns, Agrarökonom und ehemaliger Ministerialrat, hat Bergmann für dieses Vorhaben einen Partner gefunden. Der ausgewiesene Afrikakenner, der unter anderem dem Verein „Nachhaltig gegen Hunger“ vorsteht, sieht große wirtschaftliche Potenziale: „Das Gesundheitssystem der Elfenbeinküste ist schlecht bis kaum vorhanden. Aufgrund der seit einiger Zeit wieder relativ stabilen politischen Lage hat sich hier jedoch in den vergangenen Jahren eine Mittelschicht etabliert, die bereit und in der Lage ist, für Gesundheitsdienstleistungen zu bezahlen“, schildert Bruns. Auch die Regierung wolle mit Unterstützung der Industrieländer die Gesundheitsbranche ausbauen. Ein Indikator dafür, wie interessant das Land wirtschaftlich sei, zeige das Engagement der Chinesen: Sie investierten massiv in den am schnellsten wachsenden Wirtschaftsraum Afrikas.

Doch auch andere Partner sind bereits mit im Boot: Der ehemalige Botschaftsattachè der Elfenbeinküste in Berlin, heute stellvertretender Botschafter in den USA ebenso, wie verschiedene Medizinexperten aus Deutschland und Afrika. Bruns, der in den vergangenen 20 Jahren mit seinem gemeinnützigen Verein vor allem im Bereich Schulbildung eine Vielzahl von Projekten an der Elfenbeinküste umgesetzt und unter anderem rund 4.000 Schulplätze geschaffen hat, ist zuversichtlich: „Wir haben große Unterstützung.“ Unterstützt wird das Vorhaben nach Aussagen von Bergmann und Bruns von Firmen wie Fresenius Medical Care.

„Was uns jetzt noch fehlt, sind weitere deutsche Investoren“, erläutert Flores-Geschäftsführer Bergmann. Dafür sieht er gute Chancen, da es ausgesprochen günstige Exportkreditversicherungen gebe: „Es ist möglich, durch Euler-Hermes-Bürgschaften das politische Risiko zu großen Teilen aufzufangen.“ Aktuell bereite er mit Bruns eine Informationsveranstaltung für potenzielle Geldgeber vor.

Sonntag, 4. November 2018
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