November 27, 2020

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„Größe spielt keine Rolle“

Stadtlohn - Wechsel an der Spitze der Genossenschaftsbanken im Kreis Borken: Nach zwölf Jahren übergibt Heinz Hüning, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Heiden, den Staffelstab an seinen bisherigen Stellvertreter Frank Overkamp, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Gronau-Ahaus. Zum neuen Stellvertreter wurde Bankvorstand Jörg Porsche von der Volksbank Gescher gewählt.

Frank Overkamp (Volksbank Gronau-Ahaus, Zweiter von rechts) ist neuer Sprecher der Genossenschaftsbanken im Kreis Borken. Gemeinsam mit Vorgänger Heinz Hüning (Volksbank Heiden, rechts), Stellvertreter Jörg Porsche (Volksbank Gescher, Zweiter von links) und Dr. Carsten Düerkop (VR-Bank Westmünsterland) sprach er über die Ausrichtung der Banken in der Corina-Krise.
Foto: Wittenberg

Hüning hatte sich nicht mehr zur Wiederwahl gestellt, da er zum Jahresende aus dem aktiven Dienst als Vorstandsvorsitzender der Volksbank Heiden ausscheidet und in den Ruhestand geht. „In meiner Amtszeit habe ich viel erlebt, aber eines ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Unter den Genossenschaftsbanken haben die Banken im Kreis Borken eine Sonderstellung. Es gibt heute – genau wie zu meinem Amtsbeginn – zehn selbstständige Genossenschaftsbanken. Das zeigt die sehr stabile Entwicklung“, betonte Hüning. Im Kreis Borken werde sich daran in den kommenden Jahren nur wenig ändern. Hüning: „Bis auf die anstehende Fusion zwischen der Volksbank Raesfeld und der Volksbank Erle gibt es aktuell keine weiteren Fusionspläne.“ Damit entwickelt sich die Region gegen den Trend: Bundesweit gab es 2008 1.197 selbstständige Banken – heute sind es nur noch 841, wie der ehemalige Sprecher erläuterte.

Dem pflichtete auch der neue Sprecher Overkamp bei: „Größe spielt keine Rolle. Unser Verhältnis untereinander war schon immer ein sehr partnerschaftliches Miteinander auf Augenhöhe. Wir tauschen und unterstützen uns gegenseitig, aber trotzdem bewahrt jedes Institut seine Eigenständigkeit.“ Diese Ausrichtung will Overkamp in seiner Amtszeit als Sprecher weiterverfolgen.

Gemeinsam waren die Genossenschaftsbanken im Kreis Borken im vergangenen Jahr auf Wachstumskurs: Das addierte Geschäftsvolumen belief sich auf 15,3 Milliarden Euro (plus 8,5 Prozent). Darüber hinaus bespielten die Genossenschaftsbanken im Kreis diverse Themen, die sich gemeinsam besser anpacken lassen, zum Beispiel Förderprojekte wie eine Stiftungsprofessor an der Westfälischen Hochschule Bocholt oder der stetige Austausch mit politischen Vertretern auf Landes- und Bundesebene. Neben diesem Engagement bleibt das Kerngeschäft der Banken – neben der Privatkundenbetreuung – die Finanzierung von Unternehmen in der Region, insbesondere in schwierigen Zeiten wie aktuell in der Corona-Krise. „Das, was schon 2008 in der weltweiten Finanzkrise die oberste Maxime für uns war, gilt auch jetzt wieder: Bei uns gibt es keine Kreditklemme“, betonte Hüning.

Um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu bewältigen, war in den vergangenen Wochen die Stundung für Kreditnehmer und ihre Hausbanken ein wichtiges Instrument. Insgesamt 1.066 Anträge auf Stundung von Kreditengagements haben die Genossenschaftsbanken im Kreis Borken bisher bearbeitet. Das Volumen der im Zusammenhang mit den Folgen der Corona-Krise beantragten 339 Sonderkredite belief sich auf 151,7 Millionen Euro. „Eine Krise zeigt immer, welche Geschäftsmodelle und Instrumente sich bewähren. Sie zeigt aber auch, wo es Handlungsbedarf gibt. Die regionalen Genossenschaftsbanken benötigen keine Staatshilfe – vielmehr leisten sie selbst durch ihre reibungslose Kreditversorgung einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität. Aber sie müssen dringend von den strengen Bankenregularien entlastet werden. Dort sollte mit mehr Augenmaß gehandelt werden“, forderte Porsche.

Von Anja Wittenberg Freitag, 10. Juli 2020
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