May 30, 2020

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Glasfaserausbau Kreis Warendorf: „Projekt der Superlative“ startet

Telgte – Das größte Investitionsprogramm in der Geschichte des Kreises Warendorf beginnt: Mit einem Gesamtvolumen von rund 162 Millionen Euro werden die Außenbereiche im Kreis Warendorf in einem vom Bund und vom Land NRW geförderten Projekt mit einem Glasfasernetz versorgt. Den Anfang machen die Kommunen Ostbevern und Telgte. Den symbolischen ersten Spatenstich setzten NRW-Wirtschaftsminister Dr. Andreas Pinkwart, Landrat Dr. Olaf Gericke, Dr. Markus Tietmeyer (Regionalleiter des Bundesfördermittelgebers atene KOM), die beiden Bürgermeister Wolfgang Annen (Ostbevern) und Wolfgang Pieper (Telgte) sowie der Geschäftsführer Deutsche Glasfaser, Dr. Stephan Zimmermann, in einer Telgter Bauerschaft.

Starteten gemeinsam den Kabelpflug für den Glasfaserausbau im Kreis Warendorf: Landrat Dr. Olaf Gericke (links) und NRW-Wirtschaftsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart.
Foto: Kreis Warendorf

„Der Kreis Warendorf stellt wichtige Weichen für die digitale Zukunft und startet mit der Verlegung von über 7.200 Kilometern Glasfaser nicht nur ein außergewöhnlich großes und ambitioniertes Projekt. Beachtlich ist vor allem auch, die Geschwindigkeit mit der mehr als 13.000 Haushalte, rund 2.000 Unternehmen und 50 Schulen angeschlossen werden: 50 Prozent der Strecke werden im Pflugverfahren verlegt, sodass die superschnelle Internetverbindung auch zügig bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt. Das ist ein Projekt der Superlative, das nur durch einen breiten Schulterschluss von Kommunen, Kreis, Land und Bund möglich war“, betonte NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart. Bis Ende 2023 werden alle förderfähigen Adressen im Kreis Warendorf planmäßig durch das Unternehmen Deutsche Glasfaser ausgebaut.

„Gerade in der jetzigen Corona-Situation merken wir, wie wichtig eine schnelle und stabile Internetverbindung für das Home-Office ist. Haushalte und Betriebe in den ländlicheren Bereichen können so besonders vom Glasfaserausbau profitieren, weil die technischen Voraussetzungen etwa fürs Homeoffice oder das digitale Lernen in Zukunft deutlich besser werden“, erklärte Landrat Dr. Olaf Gericke.

 Das Fördervolumen wird zu 50 Prozent aus Bundesmitteln und zu 40 Prozent aus Landesmitteln finanziert. Die restlichen zehn Prozent übernehmen der Kreis und die Kommunen. „Die Städte und Gemeinden bei uns im Kreis haben sich gemeinsam für den Glasfaserausbau entschieden und ich bin dankbar, dass die kommunale Familie dabei an einem Strang zieht“, erklärte Landrat Gericke.

Mit einem Glasfaseranschluss versorgt werden alle Außenbereiche und Unternehmen, die aktuell über eine Versorgung unter 30 Megabit pro Sekunde verfügen. Die nächsten Kommune, in denen der Glasfaserausbau beginnt, sind im Laufe des Jahres Warendorf, Ennigerloh, Ahlen und Drensteinfurt. Im Anschluss folgen die restlichen sieben Städte und Gemeinden im Kreisgebiet.

„Der gesamte Kreis Warendorf ist auf dem schnellsten Weg in die digitale Zukunft – dank des flächendeckenden Glasfaserausbaus. Ermöglicht wird das insbesondere durch das kluge Zusammenspiel aus schnellem privatwirtschaftlichen Netzausbau im ersten und die Schließung der Netzlücken mit Fördermitteln im zweiten Schritt. Wir bedanken uns für das Vertrauen in das Know-how von Deutsche Glasfaser und wollen jetzt gemeinsam anpacken“, betonte Dr. Stephan Zimmermann, Geschäftsführer von Deutsche Glasfaser.

Das Unternehmen Deutsche Glasfaser hat in Telgte und Ostbevern bereits damit begonnen, Bürger, die im geförderten Ausbaubereich wohnen, über die Möglichkeiten des Glasfaseranschlusses und die Tarifangebote zu informieren. Zusätzlich wird es noch Online-Info-Abende geben und Mitarbeiter des Unternehmens werden als Ansprechpartner vor Ort in Baubüros präsent sein.

„Allein bei uns in Telgte werden über 1300 Haushalte und 115 Gewerbebetriebe mit Glasfaser versorgt. Wer zuvor nur sehr schlecht oder mit Zuschaltung des Mobilfunks mit dem Internet versorgt war, bekommt so einen zukunftsfähigen Anschluss“, so Bürgermeister Wolfgang Pieper aus Telgte.

Für die geförderten Adressen werden durch den Ausbau Übertragungsgraten von 1.000 Megabit pro Sekunde möglich sein. „Eine ultraschnelle Internetverbindung ist eine wichtige Grundlage für die Entwicklung vieler landwirtschaftlicher Betriebe, denn schon heute sind zahlreiche Betriebsabläufe digitalisiert. Durch den jetzt erfolgenden Glasfaserausbau der bislang unterversorgten Außenbereiche können sich die Hofstellen nun viel besser für neue Innovationen aufstellen“, erklärte Ostbeverns Bürgermeister Wolfgang Annen.

Dienstag, 19. Mai 2020
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