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Münsterland: Innovationspreisträger stehen fest

Telgte – Vorndieck (Ibbenbüren), egeplast international (Greven), Dickmänken (Rheine), Hagemeister (Nottuln) und Trialog Medical (Münster) heißen die Gewinner des Innovationspreises Münsterland 2017.

Die Innovationspreisträger (von links) Michael Riesinger (Trialog Medical GmbH) , Dr. Michael Stranz (egeplast international GmbH), Christian Hagemeister (Hagemeister GmbH Co. KG), Josef Vorndieck (Vorndieck Dienstleistungs GmbH) und Klaus Dickmänken (Dickmänken GmbH).
Foto: © Arne Pöhnert

Fünf Preisträger, 15 nominierte Unternehmen und 60 eingereichte Ideen in fünf Kategorien: Der Innovationspreis Münsterland verleiht auch 25 Jahre nach der ersten Ausschreibung den kreativen Ideen der Unternehmen in der Region öffentliche Wahrnehmung und Gewicht. Bei der feierlichen Preisverleihung am Freitagabend (1. Dezember) vor rund 300 Gästen bei der Bernd Münstermann GmbH & Co. KG in Telgte stellte Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V., heraus: „Seit der Premiere des Innovationspreises Münsterland im Jahr 1993 haben wir insgesamt 81 Ideen ausgezeichnet, haben den Wettbewerb immer mehr weiterentwickelt und ihn dem digitalen Zeitalter angepasst. Wir können sehr stolz auf diesen regionalen und renommierten Preis sein.“

In der Kategorie in der Kategorie „Klein und pfiffig“ wurde eine innovative Abschleppvorrichtung der Vorndieck Dienstleistungs GmbH aus Ibbenbüren ausgezeichnet. Für die Herstellung werden eine hochfeste Aluminiumlegierung und passende Stahlkomponenten verwendet. „Das macht die Konstruktion nicht nur stabil, sondern auch besonders leicht. So kann ein normales Auto mit der Vorrichtung an der Anhängerkupplung ein zweites Auto transportieren. Der Vorteil liegt auf der Hand: Das Abschleppen geht schneller und ist günstiger“, erklärte Klaus Ehling in der Laudatio. „Das kleine Kfz-Unternehmen hat bewiesen, dass es nicht immer große Dimensionen braucht, um eine große Erfindung zu schaffen.“

Dass der Kunststoff Polyethylen (PE) nicht nur im Kleinen eine Rolle spielt, sondern auch im ganz großen Stil, zeigte die egeplast international GmbH aus Greven. Das inhabergeführte Unternehmen hat Hochdruckrohre aus Polyethylen entwickelt, die angefangen bei der Materialeinsparung, über eine schnellere Herstellung und leichteres Handling auf der Baustelle, bis hin zu Kostenvorteilen diverse Mehrwerte bringen. „Das neue Herstellungsverfahren eröffnet weitere Möglichkeiten: In Zukunft können die PE-Rohre von egeplast auch Stahl- und Gussrohre ersetzen, was nachhaltiges Bauen ermöglicht. Denn PE-Rohre sind zu 100 Prozent recycelbar“, erläuterte Rainer Langkamp, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Steinfurt, für die Sparkassen im Münsterland in seiner Laudatio. „Mit seinem hervorragend gesteuerten und bereichsübergreifenden Entwicklungsprozess innerhalb des Unternehmens verdient egeplast den Innovationspreis in der Kategorie ‚Wirtschaft‘.“, so Langkamp weiter.

Für einem speziellen 3D-Konfigurator, mit dem Schränke und Regale individuell zusammengestellt und fotorealistisch dargestellt werden können, wurde die Dickmänken GmbH aus Rheine in der Kategorie „Digitale Geschäftsmodelle“ ausgezeichnet. „Hinter dem 3D-Konfigurator steckt eine Software, die Produktionsprozesse verschlankt und Abläufe beschleunigt. Jeder Status, von der Bestellung bis zum fertigen Produkt, kann jederzeit vom Betrieb als auch vom Kunden live abgerufen werden“, sagte Hildegard Müller, Vorstand Netz & Infrastruktur der innogy SE in ihrer Laudatio. „Die Dickmänken GmbH hat sich beispielhaft von einem klassischen Tischlereibetrieb zu einem prozessgesteuerten Unternehmen gewandelt. Mit der Agentur ObjectCode hat sie ein Produkt entwickelt, das vielleicht schon bald einen Trend setzen könnte.“

Die Hagemeister GmbH & Co. KG aus Nottuln stellt seit fünf Generationen Klinker her – und hat sich nun im Bereich der erneuerbaren Energien auf den Weg in die Zukunft gemacht. Zusammen mit der FH Münster, Fachbereich Bauingenieurwesen, hat das Unternehmen einen Energieklinker entwickelt, durch den die Sonneneinstrahlung nicht nur auf dem Dach genutzt werden kann, sondern auch an der Fassade. „Die Innovation überzeugt nicht nur durch Stabilität und Funktionalität, sondern besonders durch Nachhaltigkeit. Mit ihr können Häuser noch energieeffizienter gebaut werden als bisher“, erläuterte Peter Börsch, Marketingleiter der Westfälischen Provinzial Versicherung AG, in seiner Laudatio. „Die Hagemeister GmbH und die FH Münster haben gezeigt, wie erfolgreich und fruchtbar eine Kooperation sein kann. Entstanden ist ein Produkt, das das Münsterland noch grüner, lebenswerter und nachhaltiger macht und heute zurecht den Innovationspreis Münsterland in der Kategorie ‚Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft‘ erhält.“

Der Preisträger in der Kategorie „Start-Up Unternehmen“ will die klassische schriftliche Dokumentation in der vollstationären Pflege abschaffen. Der Trialog Medical GmbH aus Münster ist eine Kombination mit einem digitalen Schreibbrett sowie einer neuen und speziell entwickelten Software gelungen. Die Innovation verfügt nicht nur über einen Touchscreen und eingebaute Messvorrichtungen, sondern interagiert mit der Person, die es bedient. „Was die Jury bei dieser Innovation überzeugt hat, ist deren Potenzial für die Optimierung von Prozessen. Die Dauer von Qualitätskontrollen und ganzen Arbeitsabläufen kann mit der neuen Technik erheblich verkürzt werden. Das nützt auch den Patienten, denn die Pflegekräfte gewinnen auf diese Weise Zeit für eine intensivere Betreuung. In dieser Zeitersparnis sieht die Jury vor dem Hintergrund von Pflegenotstand und demographischem Wandel gute Marktchancen für das Produkt“, erläuterte Peter Scholz, Vorstandsmitglied der Sparkasse Münsterland Ost und Laudator für die Sparkassen im Münsterland.

Info:
Der Münsterland e.V. vergibt den Innovationspreis Münsterland alle zwei Jahre gemeinsam mit den Förderern des Wettbewerbs, den Sparkassen im Münsterland, der Westfälischen Provinzial Versicherung AG und dem Energieunternehmen innogy SE.

Sonntag, 3. Dezember 2017
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