Kreissparkasse blickt auf ein Jahr der Investitionen

Ibbenbüren - 2018 war für die Kreissparkasse Steinfurt ein Jahr der Investitionen: „Wir haben im Zuge unseres Zukunftplans zehn Millionen Euro in Räume, Technik und Fortbildung investiert“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Rainer Langkamp jetzt im Rahmen des Bilanzpressegesprächs in Ibbenbüren.

Der Vorstand der Kreissparkasse präsentierte sich in diesem Jahr in der noch nicht ganz fertiggestellten Hauptstelle in Ibbenbüren den Fotografen (von links): Heinz-Bernd Buss, Rainer Langkamp und Carl-Christian Kamp
Foto: Terhörst

Acht Standorte – darunter auch die Hauptstelle Ibbenbüren (Arbeiten laufen noch) und die jüngst fertiggestellte Hauptstelle in Greven – hat die Kreissparkasse in den vergangenen Monaten zu sogenannten Beratungs-Centern umgebaut. „Wir haben die Niederlassungen räumlich optimiert und mit modernster Technik ausgestattet. Zudem haben wir in die Fortbildung unserer Mitarbeiter investiert, sodass wir uns strukturell, aber auch mit Blick auf das Know-how optimal auf die Herausforderungen der Digitalisierung und die veränderten Kundenanforderungen eingestellt haben“, erläuterte Langkamp. Den Großteil der Kosten für die Modernisierungen will die Sparkasse über Einsparungen generieren, die sich vor allem aus dem verringerten Platzbedarf ergeben, wie Langkamp betonte. Auf die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres hätten die Investition daher kaum Auswirkungen gehabt.

Wie die Zahlen der Kreissparkassen für 2018 im Detail aussehen, erläuterte Vorstandsmitglied Heinz-Bernd Buss. Mit einem Kundengeschäftsvolumen von sieben Milliarden Euro (plus 6 Prozent) und einer Bilanzsumme von 4,6 Milliarden Euro (plus 8,5 Prozent) erzielten die Steinfurter einen Jahresüberschuss von 5,2 Millionen Euro (2017: 5,3 Milliarden Euro). „Ein wesentlicher Treiber war dabei nach wie vor das niedrige Zinsniveau. Vor diesem Hintergrund bewegte sich unser Kreditgeschäft nach dem Rekordjahr 2017 mit Darlehenszusagen von 662 Millionen Euro weiterhin auf hohem Niveau. Das Kreditvolumen insgesamt belief sich zum Ende des Jahres auf 3,4 Milliarden Euro“, fasste Buss die zentralen Daten auf der Aktiv-Seite zusammen.

Während sich die bilanzwirksame Kundeneinlagen auf der Passiv-Seite mit 2,8 Milliarden Euro in etwa auf dem Vorjahresniveau (2,7 Milliarden Euro) befanden, verbuchte die Kreissparkasse im außerbilanziellen Geschäft mit den Wertpapieren einen neuen Rekord: 247 Millionen Euro investierten die Kunden mit Hilfe der Kreissparkasse 2018 in Aktien und Co. (plus 4,9 Prozent). „Auch das ist natürlich kein Selbstläufer, aber unsere Erfahrung zeigt, dass sich mit einer entsprechenden Diversifizierung über einen längeren Zeitraum gute Renditen erzielen lassen und dementsprechend beraten wir unsere Kunden“, verdeutlichte Buss.

Darlehen mit einem Volumen von 375 Millionen Euro sagte die Kreissparkasse der Wirtschaft in der Region zu. „Unser Mittelstand ist in Topform. Die Unternehmen haben in den vergangenen Jahren ihr Eigenkapital gestärkt und wären selbst gegen die eine oder andere konjunkturelle Delle gut gewappnet“, stellte das neue Vorstandsmitglied Carl-Christian Kamp klar.

Um das Firmenkundengeschäft weiter zu stärken, will die Kreissparkasse im kommenden Jahr ein sogenanntes Business-Center aufbauen. Durch die Kombination aus Online- und Telefonkontakt sollen insbesondere der Prozess der Kreditvergabe und andere Services verschlankt werden. „Wir wollen den Unternehmen unnötige Wege ersparen. Mit der Sparkassen App und unserem Kundenservice-Center funktioniert das bei den Privatkunden schon sehr gut, daher wollen wir für unsere Firmenkunden nun einen vergleichbaren Weg einschlagen“, so Kamp.

Info:
Nachdem die Kreissparkasse bereits mehr als die Hälfte ihrer Standorte modernisiert hat, sollen im angelaufenen Jahr die verbliebenen sieben Filialen folgen. Die noch laufenden Arbeiten an der Hauptstelle in Ibbenbüren sollen bis zu geplanten Neueröffnung am 25. Februar abgeschlossen sein.

Von Michael Terhörst Montag, 4. Februar 2019