June 25, 2019

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„Wir sind kerngesund gewachsen“

Dülmen - „2018 war ein sehr gutes Jahr für die Sparkasse Westmünsterland. Wir sind kerngesund gewachsen.“ Das betonte Heinrich-Georg Krumme, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westmünsterland, bei der Vorstellung der Zahlen der Bank für das vergangene Geschäftsjahr im Rahmen der Jahrespressekonferenz in Dülmen. Das Kundengeschäftsvolumen stieg 2018 um 377 Millionen Euro auf 13,8 Milliarden Euro an. Der Jahresüberschuss betrug, ähnlich wie 2017, 14,7 Millionen Euro. Für das neue Jahr kündigte der Sparkassen-Vorstand Investitionen in Beratungscenter, eine Ausbildungsoffensive und neue digitale Angebote an.

Der Vorstand der Sparkasse Westmünsterland zog Bilanz für 2018 (von links): Wilhelm Nassmacher, Dr. Raoul G. Wild, Heinrich-Georg Krumme, Jürgen Büngeler und Norbert Hypki
Foto: Wittenberg

Getragen wurde das Ergebnis der Sparkasse zum einen vom wachsenden Kreditgeschäft: Das stieg 2018 um vier Prozent (245 Millionen Euro) auf 6,3 Milliarden Euro. Die Sparkasse sagte Kredite mit einem Gesamtvolumen von 1,3 Milliarden Euro zu – ein neuer Spitzenwert, wie Vorstandsmitglied Jürgen Büngeler erklärte. „Das Kreditgeschäft war von der Hochkonjunktur im Westmünsterland geprägt. Der Boom hat angehalten, allerdings hat sich das Tempo zum Ende des Jahres verlangsamt“, erläuterte er. 60 Prozent der Kredite gingen an Unternehmen, die das Geld vor allem für Investitionen in Innovationen und Digitalisierung nutzten. 40 Prozent der Kredite flossen an Privatkunden, die damit überwiegend Immobilien finanzierten.

Auch bei den Kundenanlagen verzeichnete die Bank Zuwachs. 2018 erhöhten sich diese um 132 Millionen Euro auf 7,3 Milliarden Euro. Die Kunden legten insgesamt 265 Millionen Euro neu an – das sind fast 90 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Während fast drei Viertel davon als schnell verfügbare Gelder angelegt wurden, wendeten die Sparkassen-Kunden rund 80 Millionen Euro neu für Wertpapiere auf, davon 50 Millionen Euro in Investmentfonds. „Unsere Kunden ziehen die richtigen Schlüsse aus der Niedrigzinsphase und investieren vermehrt in Wertpapiere“, erklärte Vorstandsmitglied Dr. Raoul G. Wild.

Vor diesem Hintergrund sei die persönliche Kundenberatung nach wie vor wichtig, auch wenn rund die Hälfte der Sparkassenkunden ihre Bankgeschäfte mittlerweile online erledigt. „Mit unseren digitalen Angeboten und der persönlichen Beratung stellen wir uns auf die verschiedenen Bedürfnisse unserer Kunden ein. Komplexe Themen werden lieber persönlich besprochen, einfache Aktionen online erledigt“, erklärte Vorstandsmitglied Norbert Hypki. Neben der Entwicklung digitaler „Helfer“ wie Echtzeitüberweisungen, einer elektronischen Signatur zur Unterzeichnung von Verträgen und Internetkäufen sowie dem mobilen Bezahlen per Smartphone, das die Sparkasse vor wenigen Monaten eingeführt hat, will die Bank daher in den kommenden Monaten auch in ihre Beratungscenter investieren. Nach den Neueröffnungen des vergangenen Jahres Am Gabelpunkt in Heek/Nienborg und an der Ostenstever in Lüdinghausen stehen 2019 zwei weitere Neueröffnungen an: das Beratungscenter Coesfeld West im April und das Beratungscenter Borken Hovesath im September. Darüber hinaus investiert die Sparkasse in ihre Hauptstellen in Borken und Coesfeld sowie die Standorte Ascheberg, Dülmen Nord, Gemen, Raesfeld, Bahnhof Reken und Rhede. Die Filialen in Schöppingen und Senden sollen vollständig neugestaltet werden. In der Summe sind dafür fünf Millionen Euro eingeplant.

Im Zuge des Ausbaus ihrer Beratung will die Sparkasse auch personell aufstocken: „Mit 55 neuen Auszubildenden, also 20 mehr als beim jetzigen Abschlussjahrgang, gehen wir in die Ausbildungsoffensive“, kündigte Vorstandsvorsitzender Krumme an. Insgesamt werden dann unter den 1.400 Mitarbeitern 140 Auszubildende sein. „Wir bilden für den Bedarf aus, nicht für die Quote“, stellte Krumme klar. 

Von Anja Wittenberg Donnerstag, 21. März 2019
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