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„Ein gedeihliches Jahr“

Coesfeld - „Es war ein gedeihliches Jahr für die Wirtschaft im Kreis Coesfeld. Der Standort ist bei den Unternehmen gefragter denn je.“ So fasste Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr das Jahr 2017 bei der Jahrespressekonferenz der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld im Kreishaus in Coesfeld zusammen. Gemeinsam mit dem wfc-Team stellte er den Geschäftsbericht der Wirtschaftsförderung für das vergangene Jahr vor.

Stellten den wfc-Geschäftsbericht vor (von links): Jochen Wilms, Andrea Meyer, Claudia Thier, Dr. Jürgen Grüner, Sebastian Fernströning, Dr. Christian Schulze Pellengahr, Thomas Brühmann und Dr. Kirsten Tacke-Klaus.
Foto: Wittenberg

Die Zahl der Beratungsfälle zu Ansiedlungs-, Erweiterungs- und Standortfragen ist demnach erneut gestiegen: Im vergangenen Jahr hat die wfc in 76 Fällen Unternehmen in ihren Planungen unterstützt (Vorjahr 68 Fälle). „Das zeigt, dass sich die Wirtschaft im Kreis Coesfeld wohlfühlt, gut ausgelastet ist und sich weiterentwickelt“, betonte Schulze Pellengahr, der darauf verwies, dass sich die positive Wirtschaftsentwicklung auch in den Arbeitslosenzahlen widerspiegelt. So verzeichnete der Kreis Coesfeld 2017 Monat für Monat die niedrigste Arbeitslosenquote in Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten war im vergangenen Jahr die höchste seit Beginn der Messungen. Gleichzeitig stelle das die Unternehmen vor die große Herausforderung, passende Fachkräfte zu finden. „Der Fachkräftemangel ist an der Tagesordnung. Das erfahren wir bei unseren Unternehmensbesuchen immer wieder“, erläuterte wfc-Geschäftsführer Dr. Jürgen Grüner. Er warnte: „Ohne Fachkräfte ist das Unternehmenswachstum irgendwann begrenzt. Insofern liegt ein Fokus unserer Arbeit auf der Fachkräftesicherung und -gewinnung. Dafür gibt es kein Patentrezept, aber verschiedene Ansätze, mit denen wir die Unternehmen dabei unterstützen können.“

Im Berichtsjahr hat die wfc ihr Angebot zur Förderung der Fachkräftegewinnung daher erweitert. So ist zum Beispiel das Karrierenetzwerk Kreis Coesfeld „Stay Local“ gestartet, durch das Unternehmen so früh wie möglich mit jungen Menschen aus der Region ins Gespräch kommen sollen. Zwei Kooperationen zwischen der wfc und der Fachhochschule Münster sollen darüber hinaus den Blickwinkel der Arbeitgeber bei der Fachkräftesuche erweitern: Das Projekt „Cross Border Talent“ rückt Nachwuchskräfte aus der deutsch-niederländischen Grenzregion in den Fokus. Die Initiative „Richtungswechsel“ bringt jene ins Spiel, die ihr Studium abbrechen und lieber im Unternehmen mit einer Ausbildung durchstarten wollen. In einem dritten Projekt, einer Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, erhalten Unternehmen neue Impulse für ihre Personalarbeit. Zugleich lernen die Studierenden die Betriebe kennen. Auch die bewährten Formate, wie beispielsweise der Dialog Fachkräftesicherung, führte die wfc 2017 fort. Zu den insgesamt acht Veranstaltungen kamen rund 240 Unternehmer. „Beim Thema Fachkräftesicherung spielt insbesondere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine entscheidende Rolle. Wie das in der Personalarbeit aufgenommen werden kann, wollen wir anhand von Best-Practice-Beispielen im Rahmen des Projekts ‚Einfach machen‘ zeigen“, erklärte Projektleiterin Dr. Kirsten Tacke-Klaus.

Die Arbeitsmarktlage im Kreis Coesfeld hatte 2017 auch Einfluss auf das Gründungsgeschehen in der Region. „Die Gründungen lassen nach, da es wenig Anreiz gibt, sich aus einem guten Job heraus selbstständig zu machen. Wir haben aber festgestellt, dass die Gründungen, die vollzogen werden, überlegter und gut geplant sind“, erklärte Gründerberaterin Andrea Meyer. Um Gründer noch intensiver beraten zu können, begleitet die wfc seit dem vergangenen Jahr die Gründerschmiede im Inca-Technologiezentrum in Ascheberg. Im Rahmen des Projekts „Gründergeist@Münsterland“ unterstützt das wfc-Team Gründungsinteressierte auf dem Weg zur Selbstständigkeit. 13 Teilnehmer hat die Wirtschaftsförderung 2017 betreut.

Ein Thema, mit dem sich die wfc im vergangenen Jahr intensiv beschäftigt hat, war der 3D-Druck. Mit dem Projekt „Push.3D-Druck“, das von Oktober 2017 bis Mitte dieses Jahres lief, haben Unternehmer im Kreis Coesfeld Einblicke in additive Fertigungsverfahren erhalten und Kontakte zu wissenschaftlichen Einrichtungen geknüpft. Insgesamt rund 100 Teilnehmer erhielten Impulse zur Identifikation und Entwicklung von innovativen digitalen Geschäftsmodellen rund um den 3D-Druck. „In dieser Technologie steckt eine Menge Revolutionskraft“, betonte Landrat Schulze Pellengahr.

Voraussetzung für diese digitalen Fertigungsverfahren ist eine entsprechende Breitbandinfrastruktur. Die Versorgungslage hat sich im Berichtsjahr weiter verbessert: Nach Abschluss der laufenden Arbeiten werden mehr als 50 Prozent der Haushalte und Unternehmen die Möglichkeit haben, einen Glasfaseranschluss zu nutzen. Zum Vergleich: NRW-weit liegt die Ausbauquote bei acht Prozent. Der Kreis und die wfc unterstützen diesen Weg unter anderem, indem sie mit dem Breitbandkoordinator Jochen Wilms im vergangenen Jahr einen zentralen Ansprechpartner bei der wfc angesiedelt haben. „Bemerkenswert ist das ehrenamtliche Engagement, mit dem die Bürger die Versorgung in den Außenbereichen vorantreiben. Beispielsweise haben Landwirte Leerrohre verlegt, um mit dieser Eigenleistung den Glasfaserausbau in den dünn besiedelten Gebieten wirtschaftlich zu machen“, betonte Wilms.

Von Anja Wittenberg Montag, 16. Juli 2018
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