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Holtgrave geht, Johannink kommt

Nordhorn - Eine neue Vorstandsspitze, eine Laudatio im Eiltempo und einen kabarettistischen Rundumschlag – das alles gab es gestern Abend (5. Juni) beim öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim in Nordhorn.

Die Geschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Jutta Lübbert und der neue Vorstandsvorsitzende Klaas Johannink (Mitte) dankten Dr. Wilfried Holtgrave mit einem Präsent für seinen Einsatz in den vergangenen Jahrzehnten.
Foto: Terhörst

Hauptthema des Abends war der Wechsel an der Spitze der Wirtschaftsvereinigung: In den späten Nachmittagsstunden hatten die Mitglieder Klaas Johannink, Geschäftsführer der Ringoplast GmbH aus Ringe,  zu ihrem neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Er übernimmt das Amt von  Dr. Wilfried Holtgrave. Der Geschäftsführer der WKS Textilveredlungs-GmbH aus Wilsum hatte sich nach 26 Jahren nicht mehr zur Wahl gestellt.

„Wilfried Holtgrave war der erfolgreichste und prägendste Vorsitzende, den die Wirtschaftsvereinigung je hatte“, stellte der langjährige Wegbegleiter, Gerhard List, in seiner Laudatio, die er auf Holtgraves ausdrücklichen Wunsch bewusst kurz hielt, klar. Holtgrave sei ein Homo-Politicus, der davon überzeugt sei, dass man sich als Bürger - und erst recht als Unternehmer - in den politischen Diskurs einbringen muss. „Dass er in diesem Diskurs durchaus streitlustig ist, hat sich in den vergangenen 26 Jahren immer wieder gezeigt.“ Mit seinem schnellen Verstand und geschliffener Rhetorik habe sich Holtgrave in viele Grafschafter Diskussionen eingebracht. „Dabei war er niemals verletzend und immer überparteilich“, so List, der abschließend bilanzierte: „Wilfried Holtgave ist ein Glücksfall für die Region und ein Glücksfall für die Wirtschaftsvereinigung. Und nicht zu vergessen: Er ist ein furchtbar netter Kerl!“

 

Das Publikum würdigte die Leistungen Holgraves mit stehenden Ovationen.
Foto: Terhörst

Das Publikum würdigte die Leistungen Holtgraves mit stehenden Ovationen. Sichtlich gerührt, dankte der scheidende Vorstandsvorsitzende dem Team der Wirtschaftsvereinigung und den zahlreichen Wegbegleitern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahrzehnten. „Ich habe diese Tätigkeit immer als Bereicherung empfunden. Das Amt ist natürlich mit Arbeit verbunden, aber es bewegt sich auch hart an der Grenze zur Vergnügungssteuerpflicht.“ Der Streit sei für ihn nie Selbstzweck, sondern das Ringen um die besten Lösungen gewesen. Daher wünsche er der Wirtschaftsvereinigung, dass sie auch weiterhin streitbar bleibt und den Konflikten nicht aus dem Weg geht.

Wie sich die Wirtschafsvereinigung in den kommenden Monaten konkret aufstellen will, wollte Johannink in seiner Antrittsrede noch nicht verraten. „Wenn es eine so umfangreiche Veränderung im Vorstand gibt, dann muss man sich auch ein Stück weit neu sortieren. Daher gibt es noch keinen fertigen Plan. Fest steht aber, dass es eine gesunde Mischung aus Kontinuität und Wandel geben wird“, so Johannink, der auf verschiedene Themen wie den Ausbau der digitalen Infrastruktur, die Mobilfunkanbindung oder den Bürokratieabbau hinwies. „Es gibt viele Bretter, die schon seit Jahren gebohrt werden, aber bei denen wir noch weit weg sind vom Durchbruch“, verdeutlichte Johannink, der aber versprach, dass die Wirtschaftsvereinigung am Ball bleibe.

Schon ganz kurzfristig will der Verband die Kontakte über die niederländische Grenze hinweg intensivieren. „Viele Herausforderungen, die uns hier beschäftigen, stehen auch auf holländischer Seite auf der Agenda. Ich denke da zum Beispiel an den Infrastrukturausbau, den Toruismus oder den grenzübergreifenden Arbeitsmarkt“, verdeutlichte der neue Vorstandsvorsitzende. Als ersten Mosaikstein dieser neuen Initiative will die Wirtschaftsvereinigung im Juli gemeinsam mit anderen Partnern die Idee der Matjesparty, zu der deutsche und niederländische Entscheider eingeladen werden, wiederbeleben.

Auch auf weltpolitische Entwicklungen nahm Johannink in seiner Ansprache Bezug. „Wenn ich sehe, wie überall auf der Welt Nationalismus und Protektionismus erstarken, wird mir angst und bange“, so das ernüchternde Fazit des neuen Vorstandsvorsitzenden, der damit in den lockeren Teil des Abends überleitete. Anders als in den Jahren zuvor hatte die Wirtschaftsvereinigung keinen Gast aus Forschung oder Politik eingeladen, sondern die Kabarett-Kombo Harald Funke und Jochen Rüther, die in ihrem Programmauszug einen satirischen Rundumschlag durch zahlreiche tagesaktuelle Themen lieferten – getreu dem Motto. „Nicht Wut und Hass, sondern Mut und Spaß!“

Von Michael Terhörst Mittwoch, 6. Juni 2018
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