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Motivation ohne Incentives – geht das?

Die Motivation ihrer Mitarbeiter liegt vielen Unternehmern am Herzen. Die Frage lautet aber immer wieder: Wie motiviere ich meine Mitarbeiter richtig? Das neudeutsche Wort „Incentive“ also eine Belohnung, sei es über Geschenke oder Veranstaltungen, macht dabei in der momentanen Diskussion immer wieder die Runde. Die Unternehmensberater Hans Behrendt und Werner Reckert, von dem Beratungsunternehmen Behrendt, Reckert und Partner – AGO aus Steinfurt, haben sich das Thema für Wirtschaft aktuell einmal genauer angeschaut.

Motivation ohne Incentives – geht das? Ja, das geht. Aber um nicht missverstanden zu werden: Wir halten solche Incentives durchaus für sinnvoll, wenn es darum geht, die Motivation und Mitarbeiterbindung zu steigern. Das gilt allerdings nur dann, wenn das Unternehmen den Mitarbeitern dadurch wirkliche Beachtung und Wertschätzung entgegenbringt. Die muss sich dann aber auch im Unternehmensalltag widerspiegeln. Vor allem dann sind diese Events als positiv einzuschätzen, wenn sich die Freude daran konserviert und über die Veranstaltung hinaus in die Firma oder in die tägliche Arbeit überträgt.

Aus verschiedenen Gründen können viele Unternehmen diese Incetives jedoch für ihre Betriebe nicht umsetzen. So gibt es Firmen, bei denen derartige Veranstaltungen den alltäglichen Produktionsablauf stören würden. Bei anderen würde die Dienstleitungskette unterbrochen. Beides kann in Einzelfällen durchaus verhängnisvoll sein. Andere haben ganz einfach nicht das nötige Geld, derartige Incentives in die Tat umzusetzen. Aber genau diesen Unternehmen möchten wir Mut zusprechen. Denn auch sie können einiges für die Motivation und Bindung ihrer Mitarbeiter tun. Dinge, die nicht viel kosten, aber ungeheuer wertvoll sind, denn zufriedene Mitarbeiter sind nun mal der wichtigste Faktor für das Unternehmen, das letztendlich die Zufriedenheit der Kunden anstrebt.

Worauf kommt es an bei der Motivation?
Was vielfach unterschätzt wird: Menschen bringen ein hohes Maß an Emotionalität mit an den Arbeitsplatz. Was Menschen zur Befriedigung dieser Emotionalität immer wieder brauchen oder was Menschen (oftmals unbewusst) suchen, das ist die Erfüllung von Grundbedürfnissen wie Beachtung finden, Anerkennung erhalten und in dem Bewusstsein von Wertschätzung als Person und Mitarbeiter die Arbeit zu erledigen. Ist dies nicht gegeben, ist es mit der Wertschätzung der Kunden durch die Mitarbeiter auch nicht weit her. Führungspersonen sollten daher folgendes bedenken: Eine Wertschätzung kann nicht nur für die geleistete Arbeit, sondern muss auch (und besonders) für die Persönlichkeit der Mitarbeiter erfolgen. Das bedarf nicht immer eines besonderen Mitarbeitergespräches. Diese Anerkennung kann unmittelbar und überall ausgesprochen werden, zum Beispiel bei der gemeinsamen Anreise zu einem Termin, beim Plausch auf dem Flur, am Rande einer Besprechung - kurz: bei vielen passenden Gelegenheiten. Stellen Sie sich als Test die Frage: Wann haben Sie zum letzten Mal einen Mitarbeiter wirklich gelobt? Wer aus Ihrem Mitarbeiterkreis bräuchte (dringend) mal ein Lob oder eine Anerkennung?

Was können Sie tun?
Um von vornherein nicht missverstanden zu werden: Wir halten nichts von einem Kuschelkurs. Auch ein Kritikgespräch kann zur Erhaltung oder Erhöhung der Motivation beitragen, wenn es denn konstruktiv geführt wird. Aber jeder, der Mitarbeiter führt, weiß ein Lied davon zu singen, wie schnell man das Gegenteil dessen erreicht , was man eigentlich will. Obwohl man vielleicht die beste Absicht hatte, kommt es zu einer Reaktion, die so nicht gewollt war. Mitunter reagieren die Mitarbeiter sogar mit Widerstand und Widerworten.

Dabei kann auch und gerade in wohlgemeinter, konstruktiver Kritik das Interesse am Mitarbeiter selbst und nicht nur an seiner Arbeitsleistung zum Ausdruck kommen. Hier sind wir genau beim Thema, nämlich bei einfachen Dingen, die eine Führungskraft mit Blick auf die Mitarbeitermotivation umsetzen kann:

•    persönliche Beachtung schenken
•    sich Zeit für ein Gespräch nehmen
•    gute Leistung anerkennen, schlechte Leistung konstruktiv kritisieren
•    Bedingungen/ Regeln schaffen, unter denen Mitarbeiter „etwas richtig“ machen können
•    wenn möglich, neue, interessante Aufgaben übertragen
•    die Atmosphäre im Team verbessern
•    die Kommunikation im Hause fördern
•    Mitarbeitern das Gefühl zu vermitteln, das sie wichtig sind
•    Mitarbeiter bei Entscheidungen beteiligen
 

Diese Liste ist natürlich nicht komplett, und wie diese Dinge im Einzelnen umzusetzen sind, dazu gibt es viele Wege und Möglichkeiten, die aber zur Kultur der einzelnen Unternehmen passen müssen. Jedes Haus hat dabei seinen eigene Weg, den zu gehen nicht immer leicht, aber durchaus lohnenswert ist im Sinne einer motivierten und sich an das Haus gebunden fühlenden Mitarbeiterschaft.
 

Hans Behrendt und Werner Reckert
 

Info:
Die AGO – Behrendt, Reckert und Partner mit Sitz in Steinfurt berät Unternehmen in Fragen des Führens von Mitarbeitern und ist behilflich bei der Gestaltung von Veränderungsprozessen.
 

Donnerstag, 2. Februar 2012
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