August 18, 2019

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Theveßen in Velen: Deutschland zwischen Krieg, Terror und Wirtschaftskrise

Velen – Die Pause der Fußball-Weltmeisterschaft hat die VR-Bank Westmünsterland für ihre Vertreterversammlung auf dem Gut Ross in Velen genutzt. Dazu hat sie mit dem stellvertretenden ZDF-Chefredakteur Elmar Theveßen einen prominenten Gastredner eingeladen. Er referierte in der Runde über „Aktionismus und Nachhaltigkeit: Deutschland zwischen Krieg, Terror und Wirtschaftskrise“.

Auf dem Anwesen des ehemaligen landwirtschaftlichen Gut Ross rückten (von links) Georg Kremerskothen, Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Baecker, Elmar Theveßen, stellvertretender ZDF-Chefredakteur, und Berthold te Vrügt das Thema „Terrorismus“ in den Fokus.
Foto: Wittenberg

„Beim Thema ‚Terrorismus’ müssen die Medien einen riesigen Spagat machen. Auf der einen Seite wollen sie informieren und müssen deshalb berichten. Auf der anderen Seite lebt der Terrorismus von seiner psychischen Wirkung und seiner Verbreitung in den Medien“, verdeutlichte Theveßen. Ein Problem, mit dem auch er sich regelmäßig beim ZDF auseinander setzen muss. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, keine Gewaltbilder oder Geiselvideos zu senden. Das heißt aber nicht, dass wir dem Zuschauer wichtige Informationen vorenthalten. Es heißt dann schnell, dass die öffentlich-rechtlichen Sender zensieren. Dabei handeln wir lediglich nach ethischen Grundsätzen“, machte er klar. Ein weiteres Problem sei, dass diese Bilder und Videos ohne weiteres im Internet greifbar sind. „Dadurch wird das Medium Internet zum Werkzeug für den Terrorismus, um solche Propaganda-Videos aber auch Bauanleitungen für Bomben zu verbreiten“, betonte Theveßen. Das sei auch ein Grund dafür, warum nach Angaben der Sicherheitsbehörden die Zahl der jungen Terroristen in vergangenen Jahren gestiegen ist. „Heute können Sie im stillen Kämmerlein zum Terroristen werden, ohne dass es jemand merkt“, gab er zu Bedenken. Ziel sei es, „die Schwachstellen eines Landes zu suchen, um es möglichst hart zu treffen.“ Davon betroffen könnten beispielsweise Handel und der Flugverkehrbetrieb sein. „Ein kritischer Punkt, besonders in Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrise“, so Theveßen.

Deutschland sehe er in diesem Zusammenhang gut aufgestellt. „Die Krise hat uns zwar tief getroffen und gezeigt, wie anfällig wir sind, dennoch haben beispielsweise die Konjunkturpakete der Bundesregierung die Wirtschaft wieder angeschoben“. Ob das langfristig wirken könne, werde sich nun in der zweiten Jahreshälfte herausstellen. „Im Zeitalter der Rettungsschirme haben wir gesehen, dass Geld eine Menge beeinflussen kann. Der zarte Aufschwung, der sich entwickelt hat, muss sich nun fortsetzen, selbst wenn Staatshilfen zurückgeschraubt werden und das Sparprogramm der Bundesregierung einsetzt. Ende des Jahres werden wir sehen, ob die Wirtschaft ein zweites Mal einbricht oder aber stabil bleibt“, prognostizierte Theveßen.

Info:
Schon bei den vergangenen Vertreterversammlungen der VR-Bank standen bekannte Referenten auf der Bühne. Darunter waren unter anderem der Ex-Manager von Bayer Leverkusen, Reiner Calmund, sowie der ehemalige Umweltminister Klaus Töpfer, der Anfang des Jahres bereits den Aspekt „Nachhaltigkeit“ beleuchtet hatte.

Von Anja Wittenberg Mittwoch, 30. Juni 2010
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