April 22, 2019

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VR-Bank: fünftes Rekordergebnis in Folge

Velen – „Wir haben massiv in die Pedale getreten und im vergangenen Geschäftsjahr zum fünften Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt“. Dieses Fazit zog heute (16. Januar) Dr. Wolfgang Baecker, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Westmünsterland, im Sportschloss Velen. Bei der Jahrespressekonferenz der Bank stellte er die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor – er fand aber auch deutliche Worte für die aktuelle Politik der EU.

Zogen Bilanz für die VR-Bank Westmünsterland (von links): Bankdirektor Berthold te Vrügt, Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Baecker und Vorstand Georg Kremerskothen.
Foto: Wittenberg

2014 hat die VR-Bank Westmünsterland ihr Kundengeschäftsvolumen um rund drei Prozent auf 4,28 Milliarden Euro gesteigert. „Wir sind sehr zufrieden. Trotz eines sehr volatilen Marktumfeldes und weiter sinkender Margen konnten wir wegen des größeren Volumens und eines nach wie vor wachsenden Vermittlungsgeschäftes unser letztjähriges Rekordergebnis übertreffen“, freute sich Baecker.

Sowohl bei den Krediten für die heimische Wirtschaft und die Privatkunden als auch bei den Kundenanlagen verzeichnete die Genossenschaftsbank Zuwächse: Im Kreditneugeschäft hat die VR-Bank Westmünsterland mit 476 Millionen Euro den Vorjahreswert erneut übertroffen. Das entspricht einem Plus von zehn Prozent. Insgesamt stieg das Kundenkreditgeschäft um 3,4 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro. „Die Kreditnachfrage ist sowohl bei Privat- als auch Geschäftskunden ungebrochen und zeigt, wie stark und investitionsfreudig die Wirtschaft in der Region ist“, betonte Georg Kremerskothen, Vorstand der VR-Bank Westmünsterland. Der Motor war dabei vor allem die gewerblich Produktion, auf die allein 364 Millionen Euro zurückgingen. Nachdenklich gemacht habe den Bankvorstand allerdings die zurückhaltende Investitionsbereitschaft der Landwirtschaft. „Die Bauanträge von Landwirten gehen gegen null. Dabei war genau diese Branche bisher ein echter Wachstumstreiber und Auftraggeber für das heimische Handwerk“, räumte Kremerskothen ein. Der Markt der regenerativen Energie habe sich ebenfalls abgeschwächt.

Einen Anstieg verzeichneten 2014 die Kundenanlagen bei der VR-Bank, darunter besonders die vermittelten Geldanlagen: Sie stiegen um 50 Millionen Euro. Insgesamt betreut die Bank damit rund 2,23 Milliarden Euro für ihre Kunden. Aufgrund der niedrigen Zinsen standen vor allem Alternativen zu den Einlagenprodukten im Fokus. „Wie schon im vergangenen Jahr sollten Anleger ihre Euros weiterhin nicht nur in ein Körbchen werfen, sondern eine gesunde Mischung finden“, verdeutlichte Kremerskothen.

Mit einem Bilanzsummenwachstum von 4,4 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro liege die VR-Bank zudem deutlich über dem bundesweiten Trend. Das Rekordergebnis mit einem Jahresüberschuss von 19 Millionen Euro kommt auch die über 46.600 Mitgliedern zugute: An sie schüttet die VR-Bank eine Dividende von sieben Prozent aus.

„So ein Ergebnis war angesichts der niedrigen Zinsen und der weiter steigenden Regulierungskosten für Banken nicht unbedingt zu erwarten, da die Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr nicht optimal waren. Während sich in den USA der Dollar gefestigt und der Arbeitsmarkt verbessert hat, sieht es in Europa mit nach wie vor großen Problemen in Griechenland und den anderen schwächelnden Ländern im Süden immer noch ganz anders aus“, gab Baecker zu bedenken.

 

Fand deutliche Worte für die Pläne der EU: Wolfgang Baecker, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Westmünsterland.
Foto: Wittenberg

Großen Unmut zeigte der Vorstandsvorsitzende angesichts der Pläne der EU-Kommission, die Finanzierung mittelständischer Unternehmer weniger über Banken und stärker über den Kapitalmarkt laufen zu lassen. „Das geht in die falsche Richtung und kann perspektivisch die Kreditversorgung in unserer Region beeinträchtigen“, warnte Baecker. Er ergänzte: „Die Vorschläge basieren auf vermeintlichen Erkenntnissen aus der Finanzkrise, gehen aber leider an der regionalen Realität vorbei. Denn was vielleicht in Südeuropa oder auch in Großbritannien zu beobachten war, dass es nämlich aufgrund einer schlechter Bankeninfrastruktur zu Finanzierungslücken bei kleinen Unternehmern kam, trifft bei uns nicht zu“, analysierte der Bankvorstand. Im Gegenteil: „In Deutschland haben seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 allein die Firmenkundenkredite der Genossenschaftsbanken deutlich über dem Markt zugelegt, bei der VR-Bank um circa 50 Prozent, während sie bundesweit seitdem nicht gewachsen sind. Gerade die regionalen Institute haben die Kreditversorgung gewährleistet, nicht der Kapitalmarkt und nicht die systemrelevanten Banken. Den regionalen Mittelstand künftig über solche Kapitalmarkt-Produkte finanzieren zu wollen, deren Verwendung doch die Krise mit verursacht hat, ist schon ein starkes Stück“, kritisierte er.

Nichtsdestotrotz zeigte sich der Bankenvorstand zuversichtlich für das neue Jahr. Die Region sei stark, aber diese Position müsse auch verteidigt und gesichert werden. „Die europäischen Bankenbehörden werden ihren Regulierungstrend nicht stoppen, das macht es für Regionalbanken wie uns sicher nicht leichter. Klar ist auch, dass es nicht jedes Jahr einen Rekord bei uns gibt. Dennoch sind wir optimistisch“, so Baecker.

Von Anja Wittenberg Freitag, 16. Januar 2015
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