Mon Sep 24 17:30:48 CEST 2018

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Holly Back stellt Insolvenzantrag

Gronau – Das Amtsgericht Münster hat dem Insolvenzantrag der Holly Back GmbH aus Gronau stattgegeben. Das Gericht bestellte den Rechtsanwalt Michael Mönig zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Der Fachanwalt für Insolvenzrecht von der Kanzlei Mönig und Partner aus Münster hat nach eigenen Angaben erste Schritte zur Erhaltung des Unternehmens eingeleitet. Die Belegschaft wurde ebenfalls bereits informiert.

In einer Pressemitteilung des Insolvenzverwalters heißt es, dass alle Mitarbeiter des Unternehmens weiter beschäftigt werden. Personelle Anpassungen seien nicht geplant. Auch die Filialen sollen erhalten bleiben. Der Geschäftsbetrieb bei Holly Back werde vollumfänglich weitergeführt. Mönig zeigt sich zuversichtlich: „Die vorgefundenen Ausgangspositionen sind nicht schlecht, um das Unternehmen fortzuführen“, so die Einschätzung des Anwalts.

Für Holly-Back-Geschäftsführer August Hollekamp wurde die Antragstellung nach einigen wirtschaftlichen Rückschlägen unumgänglich. Die Konkurrenz aus den Lebensmittelgeschäften sei nachhaltig spürbar. Hollekamp fasst die Situation wie folgt zusammen: „Oftmals ist es Bequemlichkeit, vom Einkauf im Discounter gleich die Brötchen aus dem Backshop dort mitzunehmen. Auch wenn die Kunden wissen, dass die gute Bäckerqualität eben nur beim Bäcker zu bekommen ist.“ Ein Problem, das vorher schon andere Branchen beschäftigt hat. „Vor einigen Jahren hat es das Metzgerhandwerk hart getroffen, jetzt scheinen die Bäckereien dran zu sein“, so Hollekamp weiter.

Die Holly Back GmbH mit Sitz in Gronau, Nordrhein-Westfalen wurde 1928 von August Hollekamp gegründet. Mittlerweile vertreibt das familiengeführte Unternehmen, Backwaren, Snacks und Kaffee in mehreren Filialen in ganz Nordrhein-Westfalen.
 

Dienstag, 28. August 2018
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