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Hygiene oberstes Gebot

Egal, ob es die Schweinegrippe ist oder Influenza. Zum Winter ist die Gesundheit der Mitarbeiter eines Unternehmens ein besonders hohes Gut. Damit Betriebe nicht durch die Krankheit einzelner Mitarbeiter oder gar ganzen Gruppen, die schlimmstenfalls auch noch gegenseitig angesteckt haben, betroffen sind, raten Experten dazu, einige Regeln zu beachten. So manches Unternehmen hat - wie Schulen und Behörden auch - die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes ernst genommen und bereits Desinfektionsspender für die Mitarbeiter bereit gestellt.

Oberstes Gebot, so raten die Experten vom Robert-Koch-Institut, ist die Einhaltung der Hygiene. Händewaschen, hygienisch husten und zuhause bleiben haben dabei oberste Priorität. So empfiehlt das Institut etwa, die Hände regelmäßig, besonders vor dem Zubereiten von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang oder wenn man nach Hause kommt, zu waschen. „Die Hände unter fließendes Wasser halten, anschließend Seife 20 bis 30 Sekunden auch zwischen den Fingern verreiben, dann sorgfältig abspülen und abtrocknen. Versuchen Sie darüber hinaus, die Hände möglichst vom Gesicht fernzuhalten", rät ein Flyer des Instituts (hier geht es zu den Tipps).

„Man sollte außerdem große Menschenansammlungen möglichst vermeiden, vor allem wenn sich da Personen darunter befinden, die an Schweinegrippe erkrankt sind. Beim Husten und Niesen sollte man Abstand halten, zwei bis drei Meter, und immer ein Papiertaschentuch benutzen. Und regelmäßig die Hände waschen und nötigenfalls desinfizieren", rät auch Hans Haltmeier, Chefredakteur der Zeitschrift „Apotheken Umschau“.

Sinnvoll ist zudem eine Impfung gegen Influenza und auch - bald verfügbar - gegen die Schweinegrippe. „Impfen lassen sollten sich Personen mit einem besonderen gesundheitlichen Risiko, die also chronische Krankheiten wie Asthma oder Herz-Kreislauf-Krankheiten haben. Dann auch noch so genanntes Schlüsselpersonal. Also Personen, die mit vielen anderen Menschen in Kontakt kommen, die bei Rettungsdiensten arbeiten oder auch medizinisches Personal", sagt Haltmeier.

Gerade in den vergangenen Tagen ist aber eine Diskussion um den Impfstoff an sich in Gang gekommen. Bundesregierung, Behörden und Bundeswehr erhalten, das hat die Bundesregierung mittlerweile bestätigt, einen Impfstoff ohne Zusatzstoffe und weniger Nebenwirkungen als der Rest der Bevölkerung. Den Ärger verursacht ein Wirkungsverstärker, der etwa bei Risikogruppen wie Schwangeren nicht gestestet wurde und zu erheblichen Nebenwirkungen führen kann. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Michael Kochen, riet im Tagesspiegel den Hausärzten von der Impfung ab. „Das Schadensrisiko überwiegt den Nutzen", sagt er. Zusätzlich sei dem Impfstoff auch noch ein Quecksilber-haltiger Konservierungsstoff beigefügt.

Als „generell sehr sicher“ bezeichnet unterdessen Haltmeier die Impfung. Das gelte für die saisonale Grippe genauso wie die Schweinegrippe. „Möglich ist eine allergische Reaktion, die ist aber nicht besonders gefährlich. Der Impfstoff, der in Deutschland für die Allgemeinheit verwendet wird, enthält außerdem einen Verstärker, dem eine Quecksilberverbindung zugesetzt ist. Das ist aber deutlich weniger, als man mit der normalen Nahrung zu sich nimmt", so Haltmeier.

Donnerstag, 2. Februar 2012
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